Wohngeld – Erhöhung ab 2009 — Belastungen senken!

wohnungsbau.jpgMieten gehören zu den größten Kostenfaktoren, die ein Mensch in Deutschland monatlich zu tragen hat; und Wohngeld ist ein Instrument, um diese Mieten oder auch Aufwendungen für selbst genutzte eigene Immobilien für Menschen mit relativ niedrigem Einkommen tragbar zu machen.

Wohngeld – Berechtigte dürfen sich voraussichtlich ab Januar 2009 auf eine Erhöhung der Bezüge freuen, die nach Angaben des Bundesministeriums der Finanzen mindestens 10% betragen könnte. Manch einer sagt: Das wurde höchste Zeit!

Akku 250x250Das Leben in Deutschland ist teurer geworden; Das Statistische Bundesamt berichtet etwa auf seiner Webseite (destatis.de) von einer durchschnittlichen Steigung beim Verbraucherpreisindex im Jahr 2007 gegenüber 2006 um 2,2%. Seit 1994, so das Bundesamt, sei keine höhere Jahres-Teuerungsrate verzeichnet worden. Etwas älter sind die Zahlen des Wohngeld – und Mietenberichts 2006, der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bereitgestellt wird. Hier spricht man einerseits zwar für die Jahre 2002 bis 2006 von einem moderaten Anstieg der Wohnungsmieten, andererseits entwickelten sich etwa die für die Wohngeld – Berechnung nicht berücksichtigten Heizkosten wiederum deutlich nach oben: von 2002 bis 2006 um 32%.

Die Wohngeld – Aufwendungen des Staates sind seit 2005 gesunken. Das liegt hauptsächlich an der so genannten Wohngeld – Vereinfachung, die seit 2005 gilt. Wer so genannte Transferleistungen wie Hartz 4 bezieht, in denen Kosten für Wohnraum berücksichtigt werden, gehört seither nicht mehr zum Empfängerkreis für Wohngeld. Die Wohngeld – Stellen hat das finanziell entlastet. Diejenigen, die weiterhin Wohngeld beziehen und deren Lebenssituation sich in wesentlichen Punkten wie Job oder Wohnraum nicht geändert hat, bekommen seit der letzten Wohngeld – Erhöhung im Jahr 2001 trotz gestiegener Lebenshaltungs- und Mietkosten stets dasselbe. „Eine unhaltbare Situation“ nannte das Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee.

Die von ihm angeregte Wohngeld – Erhöhung stieß jedoch zunächst auf Kritik des Finanzministeriums, das dem Bauministerium mangelnde Absprache vorwarf. Nun, die Einigung kam nachträglich und Bau, Arbeits- sowie Finanzministerium sprachen mit einer Stimme. Das dürfte die Belastung von Wohngeld – Berechtigten — zu denen nicht allein Mieter, sondern beispielsweise auch Besitzer von Eigenheimen und Eigentumswohnungen zählen — durch Mieten und vergleichbare Kosten (bei Immobilien – Besitzern) in Zukunft etwas senken. Eine kleine Verbesserung auf der Haben – Seite des Kontos: Das ist für viele nur zu begrüßen.


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