Werden die Immobilienpreise 2012 weiter wachsen?

Glaubt man den Prognosen der Bausparkassen, dann werden die Immobilienpreise in 2012 weiter steigen und damit die Preiszuwächse der letzen Jahre fortgesetzt. Allein im vergangenen Jahr sind die Preise für gebrauchte Eigenheime um 3 Prozent gestiegen. Für Eigentumswohnungen betrug der Anstieg sogar 5 Prozent. Von einer Immobilienblase, die immer wieder in aller Munde ist und für Panik bei den Immobilienkäufern sorgt, ist aber bei weitem noch nicht die Rede.

Als Ursache für die steigenden Immobilienpreise gilt nach wie vor die Unsicherheit an den Finanzmärkten, was auch in 2012 dafür sorgen wird, dass Privatpersonen und Investoren in Sachwerte investieren und sichere Anlageformen suchen. Weiter wachsende Preise für Wohnimmobilien sind für 2012 damit vorprogrammiert.

Allerdings sollte die „ausgelassene“ Stimmung auf dem Immobilienmarkt auch Anlass zur Vorsicht geben, denn selbst wenn die Zentralbank den Leitzins niedrig hält, könnte es in 2012 zu einer Angleichung der europäischen Anleihemärkte kommen und dadurch könnten die Zinssätze für langfristige Immobiliendarlehen wieder steigen.

Neben möglichen Zinserhöhungen könnte der Immobilienmarkt durch konjunkturelle Änderungen zusätzlich geschwächt werden. Dr. Niels Jacobsen, Geschäftsführer von immoverkauf24, geht davon aus, „dass über kurz oder lang die Sparanstrengungen in Europa die Konjunktur dämpfen werden und auch die Immobilien als Anlagekasse betroffen sein könnten.“

Laut Prognose von immoverkauf24 ist in 2012 davon auszugehen, dass es nachwievor in den Metropolregionen Hamburg, Frankfurt oder Berlin zu Preissteigerungen kommen wird, vor allem dort, wo Neubautätigkeiten nicht ausreichen, um die wachsende Nachfrage nach Immobilien zu befriedigen. Aber in schrumpfenden Regionen werden die Immobilienpreise kurz- bis mittelfristig stagnieren, wenn nicht sogar fallen. Zu nennen sind hier große Teile Ostdeutschlands, insbesondere die ländlichen Regionen in Brandenburg und Sachsen, sowie das Ruhrgebiet, Teile Nord- und Ostbayerns sowie Niedersachsen. Es ist also wichtig, die Teilmärkte in Deutschland differenziert zu analysieren und keine pauschalen Entwicklungstendenzen zu benennen, da die lokalen Trends der Gesamtentwicklung zuwiderlaufen könnten. Sprich: die Immobilienpreise werden in 2012 weiter steigen, dies ist jedoch hauptsächlich in den Metropolregionen und teuren Wachstumsregionen der Fall.


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1 Kommentar

  1. Jannick sagt

    am 9. Februar 2012 @ 12:08

    Das freut mich natürlich, denn meine Planung sieht eh vor, auf die ländliche Region auszuweichen. Wenn da die Preise weiterhin fallen, kann mir das nur recht sein 😉

    Ich denke, das ist insgesamt ein Begleitphänomen zur anhaltenden Urbanisierung.

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