Volle Kostenkontrolle — Heizkosten komplett im Mietpreis inbegriffen

wohnungsbau.jpgWas macht dem Mieter bei der Warmmiete für seine Wohnung am meisten Kopfzerbrechen? Oftmals lautet eine Antwort auf diese Frage: die Mietnebenkosten, vor allem die Heizungskosten. Immer wieder liest man Nachrichten in Immobilienportalen …

und Mieter – Foren zum Thema Heizen; Nachrichten, die von steigenden Energiepreisen handeln. Möglicherweise sehen das in Zukunft einige Mieter etwas lockerer: zwei Immobilien – Projekte (in Frankfurt und in Darmstadt) testen jetzt die pauschale Warm – Miete — einmal pro Monat zahlen… Wärme und Wasser komplett eingeschlossen. Ohne die Gefahr einer saftigen Nachzahlung.

Wer Miete für eine Wohnung zahlt und nicht gerade Besitzer dicker Sparbücher oder Aktienpakete ist, bekommt mitunter das kalte Grausen, wenn die Nebenkostenabrechnung kommt. Insbesondere die Heizkosten sind in den letzten Jahren stetig gestiegen, sodass Nachzahlungen zur Miete fällig waren. Der Wohngeld – und Mietenbericht 2006 etwa beziffert die Steigung bei den Energiekosten privater Haushalte in den Jahren 2002 bis 2006 mit 32%. Heizkosten sind bisher etwas auch für Mieter schlecht Kalkulierbares. Zwar kann man als Mieter auf energiesparendes Heizen achten, kann eventuell seine Wohnung nach Energiespar-Kriterien aussuchen; der Preis für Heizenergie jedoch bleibt außerhalb des eigenen Einflussbereichs.

Baldur 336x280Mieter zweier Pilotprojekte (Neubau in Kranichstein mit 44 Wohnungen und Sanierung einer Wohn – Immobilie in Frankfurt mit 60 Wohneinheiten) zahlen künftig im Rahmen eines Warmmietenmodells eine bezahlbare pauschale Miete für ihren Wohnraum, die Kosten für die Beheizung der Räume und für Wasser gänzlich integriert. Die Pauschal – Warmmiete wird voraussichtlich im Rahmen von 9,50€ bis 10,50€ pro Quadratmeter liegen. Rechtlich erscheint das auf den ersten Blick bedenklich, weil mit der Heizkostenverordnung nicht in Einklang zu bringen. Normalerweise muss genau abgerechnet werden, es sei denn… die Kosten für die Abrechnung sind teurer als die Nebenkosten selbst. Die Installation von Wasseruhren, Wärmezählern kostet ebenso Geld wie das regelmäßige Ablesen der Geräte. Und da beide Immobilien — in Darmstadt und Frankfurt — als Passivhäuser geplant sind, bei denen Wärmeenergie als Kostenfaktor der Gesamt – Miete wenig ins Gewicht fällt, kann die Höhe dieser Kosten durchaus unter der für ein individuelles Ablesen des Verbrauchs liegen. Initiator dieser Immobilien – Projekte ist das Planungsbüro Faktor10 in Darmstadt. Wer seine Miete kalkulierbar halten möchte, sollte sich den Namen dieses Büros vielleicht merken.


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