USA: Landesweit hohe Leerstandsquoten und fallende Mietpreise bei Bürotürmen

duisburg.jpgBezug nehmend auf aktuelle Reports der internationalen Immobilienunternehmen CB Richard Ellis, Colliers International und Jones Lang LaSalle berichtet „Welt online“ in ihrer Sonntagsausgabe über die alarmierenden Leerstandquoten amerikanischer Bürogebäude und stetig fallende Mietpreise der Büroimmobilien.

Der Trend spiegelt sich u. a. in Las Vegas wieder. Die Glitzermetropole, die wie keine andere die Stimmung der Amerikaner einfängt, vermeldet einen Anstieg der Leerstände von 7,4 auf 12,6 Prozent. Zu vielen kurzfristig gekündigten Mietverträgen kommt hier noch der übertriebene Optimismus zahlreicher Projektentwickler, die ihre Neubauten errichteten, ohne im Vorfeld über einen potenziellen zukünftigen Mieterpool zu verfügen.

New York und insbesondere Manhattan hat ähnliche Schwierigkeiten. Hier entstehen derzeit auf 2,5 Millionen Quadratmetern neue Wolkenkratzer, wobei auch hier aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten die Mietpreise sinken – im November in den Bürotürmen der 1 A-Lagen um 1,4 Prozent – und die Leerstände steigen.


Garten und Balkon_300x250Chicago kämpft besonders in Flughafennähe sowie im Westen und Osten um seine gewerblichen Mieter, oftmals mit so genannten „Incentives“, beispielsweise in Form von Mieterlassungen oder logistischer Unterstützung beim Umzug. Nichtsdestotrotz beträgt die Leerstandsquote in der Nähe des O’Hare Flughafens 20,6 Prozent, im Westen der Stadt gar 25,2 Prozent. In Detroit sieht es ähnlich aus.

Dagegen gehen Boston und Philadelphia mit positivem Beispiel voran, die sich für ihre gewerblichen Mieter einiges einfallen lassen. So wurden im Zentrum Massachusetts zahlreiche Bürogebäude in so genannte „Lifestylecenter“ umgewandelt, die das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Der Mieter kann hier neben seiner Arbeit auch wohnen oder diversen Freizeitvergnügungen nachgehen. Positiver Nebeneffekt: die Leerstände gingen von 8 auf 6 Prozent zurück. Philadelphia als Bildungsmetropole der USA profitierte von zahlreichen Firmenneugründungen der Universitätsabsolventen sowie einem steigenden Flächenbedarf der dortigen Hochschulen, die den Flächenbedarf ankurbelten.


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