Talfahrt der Börsen in den USA und Japan – auch Deutschland betroffen

Die Sorgen um eine mögliche Rezession mehren sich. Gestern sackten die Börsen in Japan und den USA ab. Investoren weltweit befürchten eine Rezession, verursacht durch die US-Hypothekenkrise und sehen die gesamte Konjunktur in den USA hierdurch gefährdet.


Der Nikkei-Index fiel unter die 16 000-Punkte-Marke, der Dow Jones um 2,1 Prozent. Generell verschlechterten sich alle Dow Jones-Werte. Mit dem Verlust des Nikkei von 1,7 Prozent folgte Japans Börse dem Negativboom der Wall Street auf gleichem Fuße. Die Angst vor der Rezession löste eine regelrechte Welle an Verkäufen aus. Und auch die deutschen Börsen blieben davon nicht unberührt. Der DAX fiel um 0,8 Prozent.

In den USA verloren vor allen Dingen Aktien der Investmentbanken und Banken erheblich an Wert, nachdem massive Verluste in diesem Sektor aufgrund der US-Hypotheken und Immobilienkrise befürchtet werden. Damit verknüpfte Felder wie Rohstoff- und Bauaktien verloren ebenfalls erhebliche Anteile. Hier spielt noch mit herein, dass parallel, wie bereits berichtet, die Häuserpreise in den USA deutlich sanken. Mittlerweile spricht man von Preisrückgängen um die 3 Prozent im zweiten Quartal.

Des weiteren beobachten die Anleger kritisch, dass trotz der Krisensituation eine Leitzinssenkung ausblieb. Sie schauen nun erwartungsvoll auf das nächste Notenbanktreffen im September, bei dem eine Senkung des Leitzinsniveaus, das seit einem Jahr bei 5,25 Prozent liegt, erhofft wird. Für die Investoren ist der Leitzins, der auch die Höhe der Hypotheken sowie anderer Kreditzinsen bestimmt, ein entscheidender Faktor für zukünftige Anlagen.

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