Stadtumbau in Ost und West — Sanierung von Altbau – Innenstadtimmobilien wird zum wichtigen Element

So ein historischer Altbau ist schön; er hat Stil, prägt oftmals die historisch gewachsenen Innenstädte in Deutschland und… ist bisweilen ganz schön sanierungsbedürftig. Die Bundesregierung sieht das anscheinend genauso. Sie plant dort eine verstärkte Revitalisierung der — nicht nur historischen — Altbausubstanz in deutschen Städten, wo Altbauten entscheidend das Stadtbild mitbestimmen. Entnehmen lässt sich das der Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP Fraktion im Bundestag vom 19.09.2007 zur Stadt- und Raumentwicklung in Deutschland. In Programmen wie „Stadtumbau Ost“, „Stadtumbau West“ und Städtebaulicher Denkmalschutz“ spielt das Schützen und Erhalten von Altbauten daher eine wichtige Rolle.



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In einer Stellungnahme des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vom 19. Oktober 2007 wird die Rolle der Altbausanierung – insbesondere für den Stadtumbau Ost — betont. Das Ministerium setzt sich für eine Weiterführung des Programms Stadtumbau Ost nach 2009 ein und möchte dabei einen Schwerpunkt auf die Erhaltung von Baudenkmälern und von so genannten Stadtbild prägenden Gebäuden legen. Für das Programm werden in den Jahren 2002 bis 2009 2,5 Milliarden Euro investiert, eine Milliarde davon stammt aus Mitteln des Bundeshaushalts. Minister Tiefensee kündigte in der Stellungnahme zwei neue Förderprogramme an, die „die Innenentwicklung der Städte“ fördern sollen.

Die Konzeption des Programms Stadtumbau West beschreibt verschiedene Möglichkeiten des Umgangs mit sanierungsbedürftigen Bauten im Rahmen des Programms: Die Rede ist hier von „Weiternutzung durch Anpassung“ (Der Bau wird saniert, die bisherige Nutzung des Gebäudes bleibt erhalten), „Umnutzung“ (Das Gebäude bleibt im Kern erhalten, wird jedoch für neue Zwecke genutzt) und „Konservieren“ (Die Bausubstanz wird für spätere Sanierung und Nutzung gesichert). Diese Strategien lassen sich auch auf den Stadtumbau „Ost“ übertragen. Ein Beispiel für eine gekonnte Umsetzung: die Stadt Arnstadt in Thüringen, die als älteste Stadt Deutschlands gilt. Das große Engagement vieler in Vereinen organisierter Bürgerinnen und Bürger für Sanierungsmaßnahmen in ihrer Stadt wurde durch finanzielle Förderung unterstützt und führte unter anderem zur Sanierung einiger für die Stadt bedeutender Bauwerke wie dem Schloss- und dem Jakobsturm oder dem St. Georgs- und St. Jacobs-Stift. Manchmal ist es besonders innovativ, sich dem Alten, Traditionellen zu widmen.


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1 Kommentar

  1. derherold sagt

    am 8. Dezember 2007 @ 23:44

    Man könnte auf das IWH in Halle verweisen. Unter Prof. Rosenfeld wird seit geraumer Zeit diskutiert, daß städtebauliche Maßnahmen weit über die Konzentration auf „Rückbau“ hinaus gehen müsse.

    Ob durch fortschreitende Sanierung allerdings die Konsolidierung der Vermietersituation (durch den Abriß von Wohnungen) konterkariert wird, kommt sicherlich auf den Einzelstandort an.

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