Schildergasse Köln: Europaweite Beliebtheit schlägt sich in Mietpreisen nieder

CB Richard Ellis brachte es kürzlich auf den Punkt: die Schildergasse in Köln ist mit stündlich 17.200 Besuchern eine der beliebtesten Einkaufsstraßen Europas.

 Dass die Mietpreise der Ladenlokale hiervon nicht unberührt bleiben, dürfte jedem Interessenten klar sein. In den vergangenen 5 Jahren stiegen die Preise pro Quadratmeter um circa 50 Euro, heute liegen sie bei 230 Euro pro Quadratmeter, in Einzelfällen müssen Mieter in den 1a-Lagen sogar mit 250 Euro kalkulieren. Dennoch werden die aktuell bzw. zukünftig leer stehenden Flächen, die ehemals Sinn & Leffers sowie Wehmeyer beherbergten, wohl innerhalb kürzester Zeit potenzielle Nachmieter finden. Und auch neuer Raum wird geschaffen – derzeit werden zwei neue Immobilien errichtet, in die die in der textilen Hochwertbranche angesiedelten Unternehmen Marco Polo und Tommy Hilfiger einziehen werden. Und auch Fielmann plant eine Vergrößerung im großen Stil, das so genannte „Super-Center“.

Wie auch auf der Champs-Elysées ist der Trend zu Filialisten und großen Ketten erkennbar. Kleine ursprüngliche Unternehmen können sich Mieten und Flächen in der Größenordnung der Schildergasse schlicht und ergreifend nicht leisten. In der Tat bietet die Schildergasse den größten Anteil an Großfläche in Köln, ein Drittel der Läden verfügt über mehr als 1.000 Quadratmeter Verkaufsraum, Warenhäuser nehmen allein 30.000 Quadratmeter ein. Der Wandel von traditionsreichen, ursprünglichen Geschäften zur Straße der Filialisten wird an einigen Beispielen deutlich: das Traditions-Spielwarengeschäft Feldhaus musste der Bekleidungskette MEXX weichen, das einst auf der Schildergasse beheimatete Kino ist nun eine weitere der zahlreichen H&M-Filialen in der Innenstadt und auch in den Schaufenstern des einstigen Glas- und Porzellan-Fachgeschäftes Holstein und Düren gegenüber der Galeria Kaufhof hängt jetzt die aktuelle H&M-Kollektion im Schaufenster.

Köln ist damit nur ein weiteres Beispiel für die Entwicklung der europa- und weltweiten Shoppingmeilen, auf denen kleinere und mittelständische Geschäfte ob der explodierenden Mietpreise zukünftig kaum eine Chance haben werden.

mit freundlicher Unterstützung von Ziel-Immobilien – Immobilienmakler Köln


www.baldur.de

4 Kommentare

  1. Der-Nachmieter sagt

    am 2. Juli 2009 @ 12:41

    Also Mietpreise in Moskau sind auch extrem hoch, auch wenn kürzlich wieder die Asiaten höhere Preise melden. Für Innenstädte aber ist die Entwicklung überall gleich: große Malls mit exklusiven Shops, die sich diese Lage leisten können.

  2. Pension release sagt

    am 30. Juni 2011 @ 09:12

    Aktuellen Studien zufolge fehlen in den nordrheinwestfälischen Städten mit steigenden Bevölkerungszahlen bis zum Jahr 2025 an die 65.000 Wohnungen

  3. bonds sagt

    am 1. Juli 2011 @ 11:21

    In der Tat bietet die Schildergasse den größten Anteil an Großfläche in Köln, ein Drittel der Läden verfügt über mehr als 1.000 Quadratmeter Verkaufsraum, Warenhäuser nehmen allein 30.000 Quadratmeter ein.

  4. baby shops manchester sagt

    am 4. Juli 2011 @ 07:39

    Auch wenn kürzlich wieder die Asiaten höhere Preise melden. Für Innenstädte aber ist die Entwicklung überall gleich große Malls mit exklusiven Shops, die sich diese Lage leisten können. thnx

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