Preisgünstige Immobilie in Aussicht: Haben Sie auch die Nebenkosten einkalkuliert?

Mitunter kann teuer werden, was auf den ersten Blick preisgünstig erscheint. Das gilt auch bei Immobilien. Eine ganze Reihe von Nebenkosten kann den Preis für eine Immobilie in die Höhe schnellen lassen; hat man knapp kalkuliert, so bedeutet das schlimmstenfalls eine finanzielle Überforderung, die viele Pläne zunichte macht. Als Käufer einer Immobilie sollte man deshalb nicht allein auf den Grundpreis für die Immobilie, sondern auch auf Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Gebühren für Grundbuchamt und Notar sowie eventuelle Maklergebühren achten. Makler verlangen zumeist zwischen 3 und 6 Prozent des Kaufpreises, jedoch sind auch höhere Prozentsätze keine Seltenheit.

Bei den Kosten für Grundbuchamt und Notar können Sie rund 1,5% des Kaufpreises für die Immobilie als zusätzliche Kosten veranschlagen. Die Grunderwerbsteuer unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland, da die einzelnen Bundesländer den Steuersatz seit September 2006 selbst bestimmen. Die meisten geben sich weiterhin mit 3,5% zufrieden, Berlin beispielsweise verlangt jedoch bereits 4,5%. Wann immer einem potenziellen Immobilienkäufer also eine Immobilie angeboten wird, sollte der drauf achten, welche Kosten wirklich im genannten Preis enthalten sind und welche eventuell noch aufgeschlagen werden müssen.

Wichtig ist natürlich auch ein Blick auf den Zustand der Immobilie. Er soll die Frage beantworten, welche Sanierungs- und Renovierungsarbeiten in näherer Zukunft anfallen könnten, um die Immobilie bewohnbar zu halten. Dabei müssen auch eventuelle Vorschriften beachtet werden, die vom Staat für diese Sanierungsarbeiten erlassen wurden. Sie erhöhen mitunter die Investitionen, auch wenn sie mittelfristig zur Kostensenkung beitragen. Bei Sanierungsarbeiten an Dach oder Fassade kann beispielsweise die Energieeinsparverordnung mit verbindlichen Richtwerten für den Wärmedurchgang greifen. Und in Baden Württemberg etwa wird voraussichtlich 2010 vorgeschrieben, bei Umbauten an der Heizanlage eines bestehenden Gebäudes 10% der Energie aus erneuerbaren Rohstoffen zu gewinnen. Sachverständige können dabei helfen, auch bei der Sanierung Kosten realistisch einzuschätzen, damit sich eine scheinbar kostengünstige Immobilie nicht als Mogelpackung entpuppt.


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