New York: General Motors Building in Manhattan wechselt mit rekordverdächtigem Verkaufsergebnis den Besitzer

duesseldorf-sky.jpg2,9 Mrd. Dollar, der höchste, jemals für einen einzelnen Wolkenkratzer erzielte Verkaufserlös, konnte jetzt in New York umgesetzt werden – und das in Zeiten einer nie da gewesenen Finanzkrise.

In einem genialen Coup gelang es dem Immobilienunternehmer Harry Macklowe, das General Motors Building an der New Yorker Fifth Avenue mit Blick über den Central Park an eine Investorengruppe, die Immobiliengesellschaft Boston Properties, die Investmentbank Goldman Sachs sowie Staatsfonds aus den Emiraten Kuwait und Katar, zu veräußern. Das Gebäude, das im Jahr 1968 von General Motors errichtet wurde, beherbergt heute hauptsächlich Banken und Anwaltskanzleien.

Mit seinen 50 Stockwerken und seiner Marmorfassade gilt das General Motors Building als Juwel innerhalb eines Immobilien-Portfolios, das der durch die Immobilien- und Kreditkrise hart getroffene Immobilienmogul Macklowe zusammen mit drei weiteren, bis zu 44 Stockwerke hohen Bürotürmen für insgesamt 3,95 Mrd. Dollar an die Investorengruppe verkaufen konnte. Der Verkaufserlös für die anderen Objekte betrug somit lediglich 1,05 Milliarden Dollar.



Macklowe, der noch weitere drei Bürotürme und zahlreiche Wohn- und Wirtschaftsgebäude in New York besitzt, hatte allein die sieben Wolkenkratzer in Manhattan kurz vor der Finanzkrise unter Inanspruchnahme eines 5,8 Mrd. Dollar-Kredites bei der Deutschen Bank und eines 1,2 Mrd. Dollar-Kredites beim Finanzinvestor Fortress gekauft. In Folge der Immobilienkrise machten in New York zwischenzeitlich sogar Insolvenzgerüchte des Immobilienmoguls die Runde. Doch nun, nach dem Rekorderlös, sollte Macklowe einen Großteil seiner Schulden bei der Deutschen Bank tilgen können.

Das Ergebnis erstaunt umso mehr, als dass Marktexperten nach wie vor keine Trendwende auf den US-Immobilienmärkten sehen. Angaben von Colliers International zufolge hatte sogar das Zentrum Manhattans im ersten Quartal mit steigenden Leerstandsquoten bei Gewerbeimmobilien von 3,9 auf 4,4 Prozent zu kämpfen.


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1 Kommentar

  1. admin sagt

    am 19. August 2008 @ 20:32

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