Nachfrage nach Pflegeimmobilien in Deutschland ungebrochen

Wie das Property Magazine gestern veröffentlichte, besteht in Deutschland weiterhin ein großer Bedarf an Pflegeimmobilien. Demnach sind allein in 2006 Pflegeimmobilien mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro gehandelt worden.


Besonders gefragt sind bundesweit Objekte in finanzstarken Regionen mit hohem Seniorenanteil, die geographische Lage ist dabei von geringerem Belang. Gesucht sind Gebäude, die nicht älter als 20 Jahre sind und bei denen kein Sanierungsbedarf besteht. Das ideale Objekt umfasst 80 bis 200 Betten und hat pro Pflegeplatz eine Fläche von 38 bis 50 Quadratmeter und eine variable Raumaufteilung zur Verfügung. Die erwartete Auslastungsquote wird mit 80 Prozent angegeben.

Doch nicht nur die Immobilie an sich ist von großer Bedeutung bei der Kaufentscheidung, auch der Betreiber will geprüft sein, da der Kauf des Objekts meistens im Zusammenhang mit einem langfristigen Mietvertrag mit dem Betreiber steht. Dieser sollte schließlich über umfassende Erfahrung im Pflegebereich verfügen.

Denn auch hier hat sich auf dem Pflegeimmobilienmarkt einiges geändert. Heutzutage werden häufig Betreibergesellschaften eigens für den Betrieb einer Senioreneinrichtung gegründet. Sie müssen dem Investor in vielen Fällen allerdings eine so genannte Patronatserklärung (bei Zahlungsunfähigkeit des Tochterunternehmens kommt die Holding für alle Verbindlichkeiten auf) abgeben. Sind diese Punkte geklärt, wird meistens ein „double-net-Vetrag“ zwischen Investor und Mieter abgeschlossen. Dieser besagt, dass der Mieter für sämtliche Bewirtschaftungsausgaben, aber auch für Grundsteuer und Versicherungen aufkommt.


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