Mit Bauträger zum Eigenheim: So bleiben unliebsame Überraschungen aus

eigenheim.jpgWer sein Häuschen nicht in Eigenregie bauen möchte, verwirklicht seinen Traum von den eigenen vier Wänden in der Regel mit Hilfe eines Bauträgers der sich um die komplette Abwicklung des Neubauvorhabens kümmert. Damit dem potenziellen Bauherrn später aber nicht die Kosten davon laufen, sollte er sich bereits im Vorfeld detailliert über den Umfang der vertraglichen Leistungen des Bauträgers informieren.

Dies gilt besonders dann, wenn das Budget knapp bemessen ist. Nicht selten bieten Bauträger daher schlüsselfertige Lösungen zum Festpreis an und kalkulieren den monatlichen Finanzierungsaufwand gleich mit. Doch gerade hier ist Vorsicht geboten, was zusätzliche, in der Baubeschreibung nicht enthaltene Kosten betrifft, die nicht selten zu einem erheblichen zusätzlichen Finanzierungsmehraufwand führen. Dieser lässt das Projekt im schlimmsten Fall schon vor dem Einzug scheitern und in der Zwangsversteigerung enden.

Die Baubeschreibung, sie ist fester Bestandteil des Bauträgervertrages, ist hier das entscheidende Instrument. Nur die Kosten, die in der Baubeschreibung fixiert sind, werden mit dem Festpreis abgedeckt. Über den Inhalt der in der Baubeschreibung enthaltenen Leistungen gibt es keine gesetzlichen Regeln, diese liegen daher im Ermessen des Bauträgers. So muss die Großzahl der Bauherren beispielsweise neben den Fixkosten noch mit Erschließungskosten für Strom, Wasser und Gas oder mit Kosten für die Außenanlagen rechnen. Auch die Ausstattungsqualität der Immobilie sollte in der Baubeschreibung festgehalten werden. Ist dies nicht der Fall, liegt der Vorteil klar auf Seiten des Bauträgers, der hier durch eine große Leistungs- und somit auch Gewinnspanne profitieren kann, indem er zum Beispiel bei Armaturen auf das billigste Modell zurückgreift.

easyCreditZusammenfassend sollte jeder Hausbesitzer in spe, der sein Objekt mit Hilfe eines Bauträgers hochzieht, folgende Punkte im Vorfeld geklärt haben:

Entsprechen die in der Baubeschreibung fixierten Leistungen den eigenen Vorstellungen, insbesondere auch, was die finanziellen Möglichkeiten betrifft und decken sie den größten Teil des Bauvorhabens ab. Im Zweifelsfall sollte ein fachlich versierter Experte zu Rate gezogen werden, der die Baubeschreibung auf mögliche Leistungslücken, die später zu Zusatzkosten führen, überprüft. Auch sollte geklärt werden, welche Ausstattungsqualität die Leistungsbeschreibung enthält. Oft sind die Angaben sehr allgemein gehalten, es ist beispielsweise lediglich der Preis pro Quadratmeter angegeben, der über die Ausstattungsqualität schlussendlich aber keinen Aufschluss gibt. Hausherren mit gehobener Ansprüchen und Geschmäckern müssen sich hier über eventuelle Zusatzkosten im Klaren sein oder bereits im Vorfeld den Fixpreis entsprechend anpassen lassen. Schließlich gilt es zu beachten, dass der Festpreis zeitlich unbegrenzt gilt und sämtliche Regelungen schriftlich festgehalten werden, mündliche Vereinbarungen haben keinerlei rechtsverbindliche Wirkung und sind somit im Streitfall auch nicht einklagbar.


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