Mecklenburg-Vorpommern schwingt in den kommenden Jahren bei 50.000 Wohnungen die Abrissbirne

Die Bevölkerungszahlen sinken stetig, die Bürger zieht es aus den ländlichen Regionen in die großen Städte, in denen sie sich mehr Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt und in punkto Lebensqualität erhoffen. Diese demographische Entwicklung zwingt nun auch das Land Mecklenburg-Vorpommern zum Handeln.

Die Region rund um die Landeshauptstadt Schwerin sieht sich mit steigenden Leerstandsquoten, vor allen Dingen in den alten DDR-Plattenbauten, konfrontiert. Um dem entgegenzuwirken und das Land vor „Geisterstädten“ zu bewahren, wurden alleine in den vergangenen 5 Jahren rund 12.500 Wohnungen abgerissen, in der nächsten Zeit sollen in Summe 16.700 Wohnungen Bekanntschaft mit der Abrissbirne machen, ab 2010 bis 2020 dann jährlich 5.000 Wohnungen. Parallel dazu werden die bestehenden Wohnimmobilien mit Potenzial saniert und renoviert.

Möglich macht dies der „Stadtumbau Ost“. Dieses, ein Budget von 2,5 Milliarden umfassende Bund-Länder-Programm, beinhaltet als Kernpunkte den Abriss von 350.000 Wohnungen in Ostdeutschland und wurde zunächst für den Zeitraum 2002 bis 2009 fixiert. Pro Quadratmeter Wohnfläche wird hiernach eine Abrissprämie von 60 Euro gewährt.

Der „Verband der norddeutschen Wohnungsunternehmen“ fordert nun die Fortsetzung des Programms über das Jahr 2009 hinaus, um den Osten vor steigenden Leerstandsquoten, der Verwahrlosung ganzer Wohnviertel zu schützen und im Gegenzug die bestehenden Wohnungen in der Qualität anzuheben. Denn aktuellen Statistiken zufolge wird die Bevölkerungszahl in Mecklenburg-Vorpommern bis zum Jahr 2030 auf 1,3 Millionen Einwohner zurückgehen, was ein Minus von 22,5 Prozent bedeutet.


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2 Kommentare

  1. Tim sagt

    am 28. September 2010 @ 16:31

    Bei uns in Leipzig werden auch ständig alte Plattenbauten abgerissen. Ich begrüße dies, da so der Leerstand verkleinert wird und die schönen Flecken in der Vordergrund gerückt werden.
    Auch in der Innenstadt werden teilweise Häuser abgerissen. Wenn im Anschluss ein modernes und neues entsteht ist dies ja auch okay. Vor allem das Musikerviertel wird schöner und schöner 😉

  2. Private pensions sagt

    am 30. Juni 2011 @ 08:57

    Um dem entgegenzuwirken und das Land vor „Geisterstädten“ zu bewahren, wurden alleine in den vergangenen 5 Jahren rund 12.500 Wohnungen abgerissen, in der nächsten Zeit sollen in Summe 16.700 Wohnungen Bekanntschaft mit der Abrissbirne machen, ab 2010 bis 2020 dann jährlich 5.000 Wohnungen

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