Künstlerischer Anspruch kombiniert mit praktischem Wohnraum – die neue Generation Fertighäuser

Der Trend beim Wohnen geht in die Städte – und damit erleben diejenigen Wohnmodelle Boomzeiten, die auf Grundstücken mit geringen Quadratmeterzahlen realisiert werden können und neben funktionellen Raffinessen auch etwas für das Auge bieten. Namhafte Designer und Architekten entwerfen neuerdings Fertighäuser der besonderen Art.

So auch der Design-Papst Luigi Colani. Er eröffnete dem Immobilienmarkt mit seinem „Rotorhaus“ ganz neue Perspektiven. Auf lediglich 36 Quadratmetern Fläche schafft er durch Rotortechnologie gefühlten Wohnraum, der mindestens dem Doppelten entspricht. Schlafzimmer, Küche und Bad werden praktisch, je nach Bedarf, in den Wohnraum herein oder heraus gedreht.

Auch die Design-Agentur „Pininfarina“ – eigentlich auf das Design von Sportwagen à la Ferrari und Maserati spezialisiert – entwarf für einen Fertighaushersteller jüngst 3 verschiedene Modelle von Fertighäusern, die sich durch viele Glaselemente und Schrägen auszeichnen. Der Kostenpunkt hierfür liegt bei rund 300.000 bis 400.000 Euro. Alle drei Modelle stehen im Zeichen der Familie: in einem sechseckigen Annexbau, dem so genannten „Family Center“ ist ausreichend Platz für einen offenen Wohn-Essbereich mit integrierter Küche. Dieser kann variabel auf 40 bis 60 Quadratmetern gestaltet werden.

Und dann gibt es noch den bekannten Kunstprofessor Joan Sofron, der zusammen mit 2 Architekten das „Sofron-Haus“ kreierte, das wohl auffälligste seiner Art mit schrillen, bunten Farben, einem abgeschnittenen Turm auf dem Dach, innovativer Haustechnik und den Feng-Shui-Regeln angepasst. Das Innere wird durch helle Farben und viele runde Formen bestimmt, weiteres Highlight eine frei stehende Badewanne und ein Sternenhimmel, der nachts angestrahlt wird.

Inwieweit sich diese extravaganten Fertighäuser mit den städtebaulichen Bestimmungen vereinbaren lassen – vielerorts gibt es gerade in den Innenstädten Beschränkungen was Fassadenfarbe und Dachformen betrifft – bleibt dahingestellt. Auch dass die Designer-Fertighäuser aufgrund ihrer besonderen Konstruktion, den erhöhten technischen Aufwand und nicht zuletzt durch den Namensgeber rund 25 bis 30 Prozent teurer sind als die herkömmlichen Modelle, ist kein Geheimnis. Doch wer ein Fertighaus der besonderen Art plant, individualistischen Wohnraum bevorzugt und gleichzeitig nicht auf den Cent schauen muss, sollte sich die verschiedenen Modelle mal aus der Nähe betrachten. In der Regel existieren für alle Varianten Musterhäuser, die besichtigt werden können.


www.baldur.de

4 Kommentare

  1. Helmut R. sagt

    am 27. Oktober 2008 @ 15:37

    Fertighäuser waren ja noch vor einigen Jahren verpönt und ich begrüße den Trend sehr, dass Fertighäuser heutzutage immer mehr zu einem Designerstück statt einem Einheitsklotz werden.
    Man hat mittlerweile schon eine große Auswahl und wenn ich nicht schon ein Haus hätte würde ich mir vielleicht auch überlegen ein Fertighaus zu kaufen.
    Ich glaube, dass in Zukunft immer mehr Leute zu Fertighäusern greifen werden.

  2. Camillo sagt

    am 7. April 2009 @ 19:45

    Habe vor kurzem in einer Zeitschrift gelesen, dass der Anteil an Fertighäusern weiter steigt. Ich glaube der Wandel steht unmittelbar bevor, Grund dafür sind die immer besseren Fertighäuser und das gute Preis-/Leistungsverhältnis.

  3. amtico flooring sagt

    am 4. Juni 2011 @ 13:41

    Die Holzrahmenbauweise ist die gängige Praxis im Fertighausbau. Der Baustoff Holz sorgt für ein behagliches und gesundes Wohn­klima. Bei dieser Bauweise werden die Hölzer zu tragenden Konstruktionen gefertigt. Die Hohlräume werden mit Dämmmaterial gefüllt.

  4. general contractors west palm beach sagt

    am 1. Juli 2011 @ 10:37

    Auf lediglich 36 Quadratmetern Fläche schafft er durch Rotortechnologie gefühlten Wohnraum, der mindestens dem Doppelten entspricht. Schlafzimmer, Küche und Bad werden praktisch, je nach Bedarf, in den Wohnraum herein oder heraus gedreht.

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