Kredite für minderwertige Immobilien müssen nicht zwangsläufig zurückgezahlt werden.

Verschiedene Urteile aus jüngster Zeit stärken die Käufer von überteuerten und so genannten Schrottimmobilien, deren Kauf von der HypoVereinsbank finanziert wurde. Aktuelle Entscheidungen des Oberlandesgerichtes Koblenz und des Bankensenats vom OLG Nürnberg entlasten die Kreditnehmer: Die HypoVereinsbank hatte ihnen oder in ihrem Auftrag handelnden Treuhändern Kredite gewährt, mit denen völlig überteuerte Immobilien gekauft wurden. Diese Kreditbeträge müssen nicht zurückgezahlt werden.

www.easyCredit.deAm 30.03.2007 urteilte der Bankensenat des Oberlandesgerichtes Nürnberg (Aktenzeichen: 12 U 2164/05) zugunsten eines Käufers, der von der Bayerischen Vereinsbank AG — Vorgängerin der HypoVereinsbank — bereits 1993 einen Kredit für den Kauf einer Wohnung in Duisburg bekam. Die HypoVereinsbank finanzierte den Kaufpreis von damals 123.500 DM. Allerdings lag der damalige Wert der Wohnung nur bei 63.500 DM, und die Bank verfügte über alle relevanten Informationen zur Immobilie. Sie hätte — so entschieden die Richter — den Kreditnehmer vom überteuerten Preis für die Wohnung informieren müssen. Da dies nicht geschah, wird die entstandene Situation vom Bankensenat so bewertet, als ob der Kreditnehmer weder die Wohnung gekauft noch den Kredit aufgenommen hätte.

Etwas anders zeigt sich die Situation, die das Oberlandesgericht Koblenz zu beurteilen hatte (Aktenzeichen: 10 U 182/03): In diesem Fall riet ein Mitarbeiter des Unternehmens Finanz- und Immobilienberatung Häberle einem Kunden, aus Steuergründen und als Altersvorsorge ein Appartement für Studenten in der Moselresidenz Trier zu erwerben. Der Mitarbeiter überzeugte den Kunden (Reinhard B.) davon, einen Darlehensvertrag der HypoVereinsbank über 142.000 DM zu unterschreiben. Der Kreditbetrag landete allerdings nicht auf dem Konto von Reinhard B. Vielmehr ließ der den Kaufvertrag beurkundende Notar das Geld auf ein Treuhandkonto überweisen, ohne dafür eine Vollmacht zu besitzen. Die HypoVereinsbank akzeptierte diese Vorgehensweise. Das OLG Koblenz argumentierte, der Kreditnehmer habe den Kreditbetrag damit nie erhalten und sei nicht zur Rückzahlung verpflichtet. Die jüngste Spruchpraxis der Gerichte zeigt, dass Banken bei Krediten für Immobilienkäufe Verantwortung tragen, der sie gerecht werden müssen. Potenzielle Immobilienkäufer wird das freuen.

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3 Kommentare

  1. www.aktion-pro-eigenheim.de: Förderprogramme von Gemeinden für Bauvorhaben von Familien. sagt

    am 25. September 2007 @ 10:44

    […] suchen. Neben einem Zugang zur Fördermittel-Datenbank foerderdata.de und Informationen zu den Krediten der Kreditanstalt für Wiederaufbau, präsentiert die Internetseite auch Informationen zu […]

  2. Palazzo sagt

    am 27. September 2007 @ 12:57

    Ein Lob an die Seitenbetreiber. Endlich mal eine interessante und fundierte Darstellung des Sachverhaltes im Zusammenhang mit den ‚Schrott‘-Immobilien.

  3. Immobilienkredite sicherer - Gute Karten für Verbraucher » Kredit-Engel.de sagt

    am 27. September 2007 @ 13:17

    […] Nicht ganz die gleiche Ausgangssituation aber ein ebenso verbraucherfreundliches Urteil fällte das Oberlandesgericht Koblenz. Ein Mitarbeiter des Unternehmens Finanz- und Immbolienberatung Häberle riet einem Kunden, einen Appartment für Studenten in der Moselresidenz Trier zu kaufen, um sich steuerliche Vorteile und eine Altersvorsorge zu schaffen. Der Kunde unterschrieb anschließend einen Darlehensvertrag über 142.000 DM für die Immobilie bei der HypoVereinsbank. Die Hypovereinsbank akzeptierte anschließend die Vorgehensweise des beurkundenden Notars, der das Geld ohne Vollmacht direkt auf ein Treuhandkonto überweisen ließ. Da der Kreditnehmer den Kreditbetrag nie erhalten hatte, so das OLG Koblenz, sei dieser nicht zu Rückzahlungen verpflichtet. […]

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