Investitionen in Deutschlands Gewerbeimmobilienmarkt… schienen am Jahresende zu schwächeln!

Am Ende eines Jahres geht ´s zumeist noch einmal richtig zur Sache auf dem Markt für Immobilien: Die Jahresendrallye beginnt. Kurzzeitig steigt die Anzahl der Immobilienkäufe und -verkäufe noch einmal kräftig an, es fließt viel Geld auf dem Immobilienmarkt. Diese Jahresendrallye — so die Forschungsabteilung des Immobilienunternehmens Jones Lang LaSalle — fand 2007 nicht statt. Das letzte Viertel des Jahres schien im ansonsten insbesondere auf dem Markt für Büroimmobilien guten Jahr 2007 zu schwächeln. Jones Lang LaSalle sieht deshalb allerdings keinen Grund, sich größere Sorgen zu machen.



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Jahresendrallye ist ein gängiger Begriff auf Finanz- und Immobilienmärkten. Er steht für die eigentlich verlässliche Angewohnheit von Investoren, am Ende eines Jahres noch einmal kräftig zu investieren, und damit für eine relativ kurze Phase erhöhten Transaktionsvolumens (es fließt verstärkt Geld). Insofern war 2007 wohl insbesondere im Markt für Gewerbeimmobilien ein atypisches Jahr. Jones Lang LaSalle prognostizierte im Dezember 2007, da abgesicherte Daten noch nicht vorlagen: Im vierten Quartal des Jahres wird weniger Geld als in den übrigen Quartalen in den Kauf von Gewerbeimmobilien wie Bürogebäuden, Hotels, Logistikimmobilien investiert. Das hört sich problematisch an. Und dennoch war 2007 mit einem Transaktionsvolumen von voraussichtlich 50 – 55 Milliarden Euro (Schätzungen: Jones Lang Lasalle) ein sehr gutes Jahr. Schuld an der Schwäche des Transaktionsvolumens im Quartal VIER ist die Subprime-Krise, die ihren Anfang in den USA nahm, wo aufgrund sinkender oder stagnierender Immobilienpreise viele Immobilien-Kreditnehmer in Zahlungsschwierigkeiten kamen.

Das hohe Niveau der Transaktionen im Jahr 2007 wird 2008 deshalb wohl eher nicht zu halten sein. Bei Jones Lang Lasalle rechnet man mit einem Gesamtergebnis von 45 Milliarden Euro für das Jahr 2008. Zwei Tendenzen lassen jedoch hoffen, dass 2008 dadurch nicht zum Krisenjahr auf Deutschlands Gewerbeimmobilienmarkt wird: Einerseits erwartet man eine Steigerung der Gewerbemieten, andererseits steht Geld in internationalen Fonds zur Verfügung, das voraussichtlich in deutsche Immobilien investiert werden soll. Die Prognosen von Jones Lang LaSalle werden vom deutschsprachigen Property Magazin gestützt. Es veröffentlichte Zahlen aus einer Analyse der DIP (Deutsche Immobilien-Partner). Beim Vergleich von 14 deutschen Büromärkten lag der Büroflächenumsatz 2007 (Stand 20.12.2007) um 11% gegenüber dem Vorjahr: Ein Trend, der — so die DIP — 2008 keine Wende erfahren wird. Mit deutschen Gewerbeimmobilien ist also weiterhin Geld zu machen! Investoren dürfte das beruhigen… und locken!


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1 Kommentar

  1. 44% minus — und kein Anlass zur Sorge! sagt

    am 29. Januar 2008 @ 02:15

    […] die Rede auf den Gewerbeimmobilienmarkt im Deutschland des Jahres 2007, so vermelden auch die Experten von Jones Lang Lasalle Rekorde. […]

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