Immobilienwirtschaft und Politik im Dialog — dem Reden muss auch Handeln folgen

Kommunikation ist auch in der Immobilienwirtschaft wichtiges Instrument, um ebenso wichtige Entscheidungen zu treffen. Aus diesem Grund initiierte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung den so genannten Immobilienwirtschaftlichen Dialog“. Vertreter verschiedenster Interessensgruppen aus der Immobilienwirtschaft — etwa Finanziers, Sachverständige, Mieter und Immobilienvermittler — werden hier beim Zusammentreffen mit Vertretern der Politik „aktuelle immobilienwirtschaftliche, wohnungs- und stadtentwicklungspolitische Fragen“ diskutieren. Dem ersten Treffen, das am sechsten November stattfand, sollen in regelmäßigen Abständen weitere folgen.



Große Projekte wie etwa die Stärkung des Klimaschutzes lassen sich nur realisieren, wenn verschiedenste gesellschaftliche Gruppen nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten. Das war ein wesentlicher Grund für das Bundesministerium, den Immobilienwirtschaftlichen Dialog ins Leben zu rufen und Klimaschutz sowie die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden zum Thema des ersten Dialogs zu machen. Maßnahmen für einen effektiven Klimaschutz haben bereits begonnen: etwa das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung. Maßnahmen des Jahres 2006 im Rahmen dieses Programms konnten die Kohlendioxid-Emissionen bei deutschen Immobilien für die Zukunft bereits um eine Million Tonnen pro Jahr reduzieren. Weitergehende und notwendige Erfolge lassen sich jedoch nur im Einklang von Wirtschaft und Politik erzielen.

Es ist nicht allein die Sorge um eine intakte Umwelt, die das Ministerium bei seinen Aktivitäten antreibt. Vom Immobilienwirtschaftlichen Dialog verspricht sich die Politik auch Impulse für die deutsche Wirtschaft. Nach Ministeriumsangaben werden im Immobiliensektor in Deutschland etwa 300 Milliarden Euro erwirtschaftet, zudem arbeiten ca. eine Million Menschen unmittelbar in diesem Sektor. Auch für den Standort „Deutschland“ kann der Dialog deshalb äußerst fruchtbar werden… falls der Diskussion auch konkrete Ergebnisse folgen. Immerhin: Einig waren sich alle Beteiligten am ersten Immobilienwirtschaftlichen Dialog schnell darüber, dass eine Senkung des Energieverbrauchs vonnöten ist und dass hier im Gebäudebereich ein großes Potenzial liegt. Gesprächsbedarf herrscht in jedem Fall: So sprach sich die Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft am 31. Oktober 2007 in einer Pressemitteilung gegen einen Gesetzesentwurf des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aus, mit dem eine Nutzungspflicht erneuerbarer Energien vorgeschrieben werden soll. Man wird sehen, wie lang der Weg zu einer Einigung wirklich ist.


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