Immobilienmakler: Neues Entlohnungsmodell schürt Konkurrenzkampf

iMakler heißt das Unternehmen, das derzeit in der Immobilienmaklerbranche mit einem neuen Modell, das die herkömmliche Courtage ablösen soll, für Unmut sorgt. Ins Leben gerufen wurde iMakler von Harald Blumenauer, einem Branchenexperten mit über 40 Jahren Berufserfahrung. Dieser stellt die herkömmlichen Leistungsumfänge der Maklerbranche sowie vor allen Dingen die Courtage, die er in vielen Fällen im Verhältnis zur angebotenen Leistung als zu hoch empfindet, in Frage.

Bisher war das gängige Modell, dass Makler bei Wohnungsverkäufen für die Vermarktung der Immobilie einen vorher fixierten Prozentsatz des Kaufpreises erhielten. IMakler setzt nun auf eine erfolgsunabhängige Pauschale von 995 Euro und bietet dafür die Vermarktung in allen relevanten Medien wie Internet etc. an. Für den Rest ist der Kunde dann allerdings selber verantwortlich, sprich, er muss Kaufinteressenten eigenständig durch die Immobilie führen und Fragen beantworten. IMakler übernimmt praktisch das Marketing für den Verkäufer.

Blumenauer begründet sein Modell damit, dass viele Makler im Prinzip ähnliche Leistungen anbieten, dafür aber bis zu 7 Prozent Courtage verlangen. Der Service steht hier oft in keinem Verhältnis zu der gezahlten Provision. Das Internet beispielsweise mit Angeboten wie Online-Rundgängen, hat in seinen Augen das „Makeln“ erheblich günstiger gemacht, was sich auch in den Courtagen niederschlagen müsste.

Die Branche steht dem neuen Modell kritisch gegenüber – sie verlangt einen einheitlichen Standard im Maklersegment und hält die von iMakler angebotenen Dienstleistungen für nicht ausreichend, um Käufer und Verkäufer zufrieden stellen zu können. Natürlich tragen auch Existenzängste aufgrund des Preisdrucks zur Verunsicherung bei.

Fakt ist, dass sich ähnliche Modelle in den USA zum Beispiel durchgesetzt haben. Hier werden mittlerweile 90 Prozent der Immobilientransaktionen von Privat mit professioneller Begleitung durch Makler und entsprechende Marketingunterstützung durchgeführt.

Kroatien | Korsika | Immobilien Zürich | Lattenroste | Gartenhaus | Wohnungen


www.baldur.de

6 Kommentare

  1. Michael sagt

    am 19. November 2007 @ 20:54

    Obwohl auch ich meine Brötchen als Makler verdiene muss ich Herrn Blumenauer zumindest in Teilen seiner Begründung für iMakler zustimmen.
    Denn wenn wir (alle Makler) mal ehrlich sind, was (ausser in der Regel mal ein Exposé via eMail zu versenden) tun die meisten von uns noch für die Vermittlung einer Immobilie.
    Da ist es im nahe gelegenen Ausland z.b. in der Schweiz doch schon etwas besser geregelt, da zahlt der Verkäufer das Maklerhonorar und das wird vorab definiert (zwischen 1 und 3 %) und davon muss der Makler leben und wenn es ein Gemeinschaftsgeschäft wird müssen alle davon leben.
    Und das geht auch.

  2. ImmoSV sagt

    am 20. November 2007 @ 00:25

    ich habe auch nix gegen Herrn Blumenauer. Ich finde nur komisch, dass das Honorar von 995 € auch ohne Erfolg fällig wird. Ich würde als Kunde lieber die 3-fache Provision für die „volle“ Maklerleistung zahlen, wenn der Erfolg eintritt, dann muss ich wenigstens nix zahlen für keine Leistung = nicht verkauft.

  3. Robert Koning sagt

    am 8. Dezember 2007 @ 13:19

    nix zahlen für kein erfolg. Wer möchte das? Verkäufer wollen Erfolg und keine „undefinierbare“ Maklerleistung oder Misserfolg. Ein Verkäufer zahlt über den traditionellen Weg den Miserfolg der Anderen mit. Beispiel: einen Immobilienmakler verkauft im Schnitt 1 Objekt von 10. Er hat einen Aufwand für 10, die er mit dem Einen zahlen muss, also wird der Preis für das eine Objekt verzehnfacht (und mehr). Ist das fair? Andere Frage: wieso soll einen Verkäufer mehrere Makler beauftragen wenn er einer haben kann der Alles macht um erfolgreich zu sein? Alles Faktoren die unser iMakler Angebot interessant macht.

  4. Neues Entlohnungsmodell schürt Konkurrenzkampf (Quelle: Blog Jabamaro.de) - iMakler Presse sagt

    am 8. Dezember 2007 @ 13:23

  5. derherold sagt

    am 8. Dezember 2007 @ 23:39

    Der letzte Absatz des Artikels ist mißverständlich: fast(!) 90% aller Immobilien in den USA werden durch Makler vermittelt. Die große Masse mit einer konventionellen Courtage, die zwischen 6 und 7% des Kaufpreises liegt.

    Welche „ähnlichen Modelle“ haben sich in den USA durchgesetzt ? Ich bitte um Namen. 😉
    Vllt. sollte man auf die finanziellen Turbulenzen verweisen, in die sog. Discount-Broker in den USA geraten sind. Obwohl diese häufig, vom Verkäufer oder vom Käufer beauftragt, jeweils 1% Provison in Rechnung stellen.

  6. imakler - der neue Weg Immobilien zu verkaufen? sagt

    am 22. Januar 2008 @ 20:00

    […] zu zahlen, auch wenn die Immobilie nicht verkauft wurde. Wie wollen Sie mit einem realen Makler konkurrieren. Der Immobilienverkäufer hat dort keine Kosten, sofern sein Objekt nicht umgesetzt werden […]

Komentar RSS