Immobilienkrise zieht nach wie vor ihre Kreise – auch in Deutschland

Wie das Handelsblatt gestern berichtete, beeinflusst die Immobilienkrise in den USA auch das Geschäftsklima in Deutschland zunehmend negativ. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel nochmals um 1,6 Punkte auf 104,2. Der Euro erreichte Anfang der Woche ein nie da gewesenes Rekordhoch von 1,4154 Dollar und profitierte dabei von der Schwäche des Dollars. Nun werden natürlich Befürchtungen wach, dass deutsche Firmen dadurch im Exportbereich an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.


Auch in den USA selber wurden Anfang der Woche weitere negative Zahlen veröffentlicht. Der größte Immobilienentwickler der USA, Lennar, musste einen Quartalsverlust von einer halben Milliarde Euro verzeichnen, der größte Umsatzrückgang bisher in der gesamten Firmengeschichte. Ebenfalls wurden neue Zahlen für die US-Immobilienpreise bekannt gegeben. Diese sanken in 20 amerikanischen Ballungsräumen um 3,9 Prozent. Auch die Verkaufszahlen für bestehende Objekte gingen um bedenkliche 13 Prozent zurück!

Ebenso bleiben die Finanzdienstleister weiterhin nicht von der Krisensituation verschont und kämpfen mit knapper Liquidität. Nachdem der US-Immobilien- und Hypothekenkrise beinahe zwei deutsche und eine britische Bank zum Opfer fielen, wurden Anfang der Woche von der Europäischen Zentralbank zusätzliche 35 Milliarden Euro liquide Mittel in den Markt gebracht, jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein im Vergleich zur Nachfrage.


www.baldur.de

2 Kommentare

  1. Immobilienmarkt Österreich in 2007 einer der international stabilsten sagt

    am 23. Januar 2008 @ 13:46

    […] und blieb von der allgemeinen Branchenunsicherheit, bedingt durch die Hypotheken- und Immobilienkrise, weitestgehend verschont. Dies belegen die Zahlen der Investitionen, die die Vorjahreszahlen mit […]

  2. Klimawandel ist Schmarrn | Der Gefährder sagt

    am 18. Juni 2008 @ 14:33

    […] zugedröhnt mit diesem Thema. Das macht ähnlich aggressiv, wie das ewige Lied von der US-Immobilienkrise, die vermutlich noch in 10 Jahren die Aktienmärkte […]

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