Gigantisches 750 Millionen Euro-Freizeitparkprojekt in Weeze, Niederrhein, geplant

Gestern wurde anlässlich der Immobilienmesse „Expo Real“ ein neues Freizeitparkprojekt der Superlative vorgestellt. Realisiert werden soll das Projekt auf einem Areal von 35 Hektar in Weeze, am Niederrhein. Investor ist die „Diamonda Holding B.V.“ aus dem niederländischen Nunspeet mit dem hochdekorierten Rüstungs- und Anlagenunternehmer Gilbert Versteeg an der Spitze, der auch als Projektleiter für Weeze fungiert. Mit im Boot ist außerdem einer der größten niederländischen Baukonzerne, das Unternehmen Ballast Nedam sowie die Firma AB Architects, allesamt Experten mit Erfahrung im Bau großer, weltweit bekannter Themenparks. Auf internationaler Ebene sind weitere Parks in Südafrika, den USA und China geplant, das Gesamtvolumen beläuft sich auf 6 Milliarden Euro.


Auf dem Gelände in Weeze soll auch ein Wellnesshotel mit zunächst 500 Zimmern entstehen, die später auf 1.500 Zimmer aufgestockt werden. Auf der 250.000 qm großen Ausstellungsfläche sind mehrstöckige Glaspavillons in Diamantenform geplant, die neben dem Freizeitnutzen für Familien auch auf geschäftlicher Ebene für Konferenzen etc. genutzt werden können.

Durch die innovative Freizeiteinrichtung sollen in Weeze 2000 Arbeitsplätze entstehen, was der strukturschwachen Region neuen Aufschwung verleihen soll.

Man verspricht sich durch die perfekte Verkehrsanbindung mit dem Flughafen Weeze hohe Besucherzahlen, jeder fünfte der avisierten 5 Millionen Besucher soll laut Plan mit dem Flugzeug anreisen. Brisant hierbei jedoch, dass gerade der Flughafen Weeze momentan auf wackligen Beinen steht. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte Anfang 2006 den Klagen der Gemeinden Bergen (Niederlande) und Sonsbeck sowie 16 Privatpersonen aufgrund fehlender Lärmschutzmaßnahmen stattgegeben und die Betriebsgenehmigung des Flughafens für nicht rechtmäßig erklärt. Momentan laufen „Nichtzulassungsbeschwerden“ der Bezirksregierung Düsseldorf sowie der Flughafenbetreiber, die Anfang 2008 verhandelt werden. Da der Flughafen auch entscheidend für das geplante Freizeitparkprojekt ist, wird davon ausgegangen, dass die Gegenklagen von Erfolg gekrönt sind und der Flughafen seine Betriebgenehmigung wieder zurück erhält, zur Not mit Hilfe der Politik.

Da der Baubeginn für Anfang 2009 terminiert ist, dürften auch die strittigen Punkte bis dahin geklärt sein.


www.baldur.de

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