First Magnus, einer der größte unabhängigen US-Hypothekenanbieter insolvent – immer mehr Banken Opfer der Immobilienkrise in den USA

Nach und nach werden die weit reichenden Folgen der Immobilienkrise in den USA offensichtlich. Einer der größten unabhängigen Hypothekenanbieter in den USA; die First Magnus Financial, reichte Insolvenz ein und ist damit das neueste Opfer im US-Immobilienmarkt-Karussell. Bereits in der vergangenen Woche kündigte sich dieser Schritt an, als die First Magnus zunächst ihr Kreditgeschäft mit der Begründung einstellte, aufgrund fehlender Risikobereitschaft seitens der Anleger keine Hypothekenkreditabnehmer mehr zu finden und daraufhin einen Großteil ihrer 6.000 Mitarbeiter entließ.


Ein herber Schlag für die US-Immobilienbranche, hatte die First Magnus im ersten Halbjahr doch Baufinanzierungen von mehr als 17 Mrd. US Dollar in allen Bundesstaaten getragen. Bedingt durch steigende Zahlungsausfälle auf Kreditnehmerseite aufgrund herber Zinssteigerungen und dem rapiden Abfall der Häuserpreise sank die Zahl der Hypothekenkredite am Markt rapide ab. Dies führte dazu, dass sich zahlreiche Kreditinstitute aus dem Hypothekenkreditmarkt zurückzogen.

Prominente Beispiele hier sind auch die US-Investmentbanken Lehman Brothers sowie Accredited Home Lenders, die ihre Sparte BNC Mortgage aufgrund der Immobilienkrise schlossen, oder die britische Großbank HSBC, die ihre Filiale in Indiana bis Mitte 2008 aufgibt. Selbst die größte US-Hypothekenbank Countrywide Financial hat mit ernsthaften Liquiditätsnöten zu kämpfen – die weitere Entwicklung hier bleibt abzuwarten.


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