Energiesparpläne der Bundesregierung in der Kritik

Die Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft gehen mit den geplanten umweltpolitischen Vorhaben der Bundesregierung hart ins Gericht. In der Tat erscheinen viele Maßnahmen überzogen und belasten Immobilieneigentümer schwer. Allerdings steckt in der Gebäudesanierung auch ein großes Potenzial für die Reduktion der Kohlendioxidemissionen. Rund 14 Prozent des deutschen Kohlendioxid-Ausstoßes gehen auf das Konto der Beheizung und Bewirtschaftung von Wohngebäuden. Dabei benötigen Neubauten im Schnitt ein Drittel weniger Energie als Altbauten – was das Interesse der Politik an der Gebäudesanierung erklärt, denn schließlich lassen sich dann die ehrgeizigen Klimaziele besser erreichen.


Die Immobilieneigentümer jedoch gesetzlich zu verpflichten, bei Altbauten Heizkessel, einfach verglaste Fenster und Nachtspeicheröfen auszutauschen, scheint der falsche Weg zu sein. Denn das wird teuer: Das Wirtschaftsministerium schätzt die Kosten allein für solche Maßnahmen auf 40 Milliarden Euro. In vielen Fällen werden daher Härtefallregelungen notwendig sein – und diese verwässern die Effektivität der Regierungspläne. Außerdem ist es schwierig, jedem Hauseigentümer genau auf die
Finger zu schauen. Besser ist es daher, auf ökonomische Anreize zu setzen. Als sehr erfolgreich haben sich beispielsweise die Förderprogramme der KfW zur energetischen Gebäudesanierung erwiesen. Darüber hinaus werden viele Haushalte aufgrund der steigenden Energiepreise ohnehin über Modernisierungen nachdenken. Auch der neu eingeführte Energiepass wird ein Übriges tun, denn Vermieter werden es künftig schwerer haben, schlecht gedämmte Wohnungen an den Mann oder die Frau zu bringen.


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1 Kommentar

  1. Stadtumbau in Ost und West — Sanierung von Altbau - Innenstadtimmobilien wird zum wichtigen Element | Immobilienmarkt & Immobilienwert sagt

    am 7. Januar 2008 @ 19:19

    […] Innenstädte in Deutschland und… ist bisweilen ganz schön sanierungsbedürftig. Die Bundesregierung sieht das anscheinend genauso. Sie plant dort eine verstärkte Revitalisierung der — nicht […]

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