Der Hotelmarkt in Deutschland – Bilanz 2007 und Prognose 2008

hotel.jpgDas auf Immobilien Investment- und Beratung spezialisierte Unternehmen Jones Lang LaSalle analysiert u. a. auch den deutschen Hotelinvestmentmarkt und veröffentlichte aktuell die abschließende Bilanz 2007 sowie die Prognosen für das laufende Jahr. Demnach wurden in 2007 Hotelverkäufe in Höhe von 2,3 Milliarden Euro realisiert, eine Zahl, die sich durchaus mit dem rekordverdächtigen Ergebnis aus 2006 messen lassen kann.

Die Anzahl der Transaktionen konnte mit 30 Einzeltransaktionen, 7 Portfolioverkäufen und sieben Hotels im Vergleich zum Vorjahr sogar noch gesteigert werden. Wie im vergangenen Jahr mit 93 Prozent waren es auch in 2007 mit 89 Prozent hauptsächlich ausländische Investoren, die auf dem deutschen Hotelmarkt aktiv wurden. An erster Stelle ist hier Großbritannien mit 41 Prozent, gefolgt von den USA mit 16 Prozent und Dänemark mit 14 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens zu nennen. Weitere Anleger kamen aus Frankreich, Israel und Spanien. Die dänischen Investoren profitieren in erster Linie von Steuervorteilen, die sie durch die Investitionen geltend machen können.

Der Charakter der Investitionen scheint sich dabei sukzessive zu ändern. Aufgrund der Verknappung des Angebotes in 1a-Lagen der deutschen Großstädte sind vermehrt auch Sekundärstandorte gefragt, hier z. B. Stuttgart, Hannover, Dresden, Krefeld, Nürnberg, Erlangen, Baden-Baden und Rantum auf Sylt. Insgesamt wurden 36 Prozent des Transaktionsvolumens durch Einzeltransaktionen realisiert.

Golf für die ganze FamilieUnd auch die Portfolio-Investitionen unterliegen laut Jones Lang LaSalle einem Strukturwandel. In Zukunft wird es laut Meinung der Experten zu mehr Portfoliotransaktionen mit kleineren Volumina kommen. „Was wir sehen werden, sind insbesondere Ausgliederungen von Einzelhotels aus den in den vergangenen Jahren akquirierten Portfolios“, so Christoph Härle, Managing Director Jones Lang LaSalle Hotels für Zentral- und Westeuropa. Weiter prognostiziert er, dass großvolumige Portfoliotransaktionen, die in den letzten Jahren und vor allem in 2006 die Gesamttransaktionsvolumina beeinflussten, in 2008 nur eingeschränkt zu Buche schlagen werden. Hier führt das Unternehmen die durch die Hypothekenkrise erschwerte Beschaffung von Fremdkapital als Hauptgrund an.

Hotels auf Sylt


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