Der Gewerbeimmobilienmarkt in Russland — Anreiz für Investitionen

Osteuropa liegt im Trend, ganz eindeutig. Bereits 2006 legte das Unternehmen A.T. Kearney in seinem Global Retail Development Index beeindruckende Zahlen vor: Von insgesamt 30 untersuchten Ländern, in denen ausländische Handels- und Immobilienunternehmen investieren, gehören 16 zu Osteuropa. Der weitere Ausbau der Wirtschaft in diesen Ländern bringt auch Schwung in den Immobilienmarkt. Beispiel Russland: Die HSH Nordbank rechnet 2007 im Vergleich zu 2006 mit rund 41% höheren Investitionen im Gewerbeimmobilienmarkt des Landes.


Die Wirtschaft in Osteuropa wächst, in Russland unter anderem aufgrund hoher Gewinne aus dem Export von Energierohstoffen. Ein Beleg für osteuropäisches Wirtschaftswachstum: Im ersten Quartal des Jahres 2007 stieg die Industrieproduktion Russlands (+ 8,4%) stärker als in den anderen G8-Staaten. Wirtschaftliches Wachstum braucht jedoch Raum, weshalb osteuropäische Staaten wie Russland auch für Investoren interessant werden, die vor allem auf Gewerbeimmobilien setzen. Die Investitionen in den russischen Markt für Gewerbeimmobilien werden im Jahr 2007 — so die HSH Nordbank — bei etwa 4,5 Milliarden US-Dollar liegen. Wichtigster Gewerbeimmobilienmarkt in Russland ist die Hauptstadt Moskau mit einem Bestand von etwa 7,6 Millionen Quadratmetern Bürofläche. Beeindruckend niedrig ist die Zahl des Leerstands dieser Büroflächen: Nur etwa 1,5% dieser Bürofläche wird nicht genutzt. Großes Wachstum prognostiziert die HSH Nordbank für die Gewerbeimmobilienmärkte in den russischen Städten Nowosibirsk, Jekaterinburg und Samara.

Ein Motor für das Wachstum der russischen Gewerbeimmobilienmärkte ist der Einzelhandel. Laut Angaben im A.T. Kearney’s Global Retail Development Index (GRDI) 2006 machen die fünf weltweit größten Einzelhandelsunternehmen mittlerweile ein Drittel des Umsatzes im Ausland, oftmals in Osteuropa. Die Otto Group, laut eigenen Angaben führendes Unternehmen für Versandhandel in Russland, sprach im Mai des Jahres von einem jährlichen Wachstum von 10% im russischen Einzelhandel. Die HSH Nordbank rechnet in der Zeitspanne von 2006 bis 2011 etwa mit einer Verdreifachung der Flächen in Einkaufszentren. Es könnte sich also durchaus lohnen, in russische Gewerbeimmobilien zu investieren.


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1 Kommentar

  1. Shopping-Center – europaweit wird fleißig gebaut | Immobilienmarkt & Immobilienwert - Die Webressource für Immobilienprofis sagt

    am 19. November 2007 @ 19:58

    […] bei den Neuinvestitionen ist Russland mit 4,5 Millionen Quadratmetern an neu geschaffenen Projekten, die für das kommende Jahr […]

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