Der deutsche Hotelinvestmentmarkt in 2007 – eine Bilanz

In der aktuellen Ausgabe des Property Magazines zog René Schappner, Hotelmarktexperte der Jones Lang LaSalle Hotels, die Jahresbilanz für deutsche Hotelinvestmentmärkte. Diese zeichnet ein durchweg positives Bild für 2007, sowohl was die Transaktionsvolumina, die Attraktivität für ausländische Investoren, die Standortdiversifizierung als auch die Käuferstruktur betrifft.

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Transaktionsvolumina
Bereits das Jahr 2006 galt bisher als Rekordjahr auf dem Hotelinvestmentmarkt, wurde doch mit 2,3 Milliarden Euro eine Steigerung um 160 Prozent im Vergleich zu 2004, hier waren es 879 Millionen Euro, und eine Steigerung um 190 Prozent im Vergleich zu 2005 mit 792 Millionen Euro, erreicht. 2007 scheint ersten Prognosen zufolge trotz gebeutelter und krisengeschüttelter Finanzmärkte an diese Zahlen zumindest heran zu kommen. Attraktive Finanzierungsanreize in Deutschland trugen dazu bei, dass von Januar bis Juni dieses Jahres bereits 1,4 Milliarden Euro investiert wurden, bis November waren es immerhin schon 1,7 Milliarden Euro. Bis Ende des Jahres erwarten die Experten nochmals einen Investitionsschub von 300 bis 400 Millionen Euro.

Ausländische Investoren
Vor allen Dingen für ausländische Investoren ist der deutsche Hotelinvestmentmarkt attraktiv. Diesen bietet er durch nach wie vor bestehende Steuervorteile günstige Kaufpreise und hohe Renditen. Auch die Tatsache, dass deutsche Hotelimmobilien im internationalen Vergleich unterbewertet sind, bringt ausländische Investoren auf den Plan. An 93 Prozent der Einzel- und Portfoliotransaktionen waren ausländische Anleger beteiligt, zu 56 Prozent Käufer aus Großbritannien, gefolgt von Dänemark mit 10 Prozent.

Standortdiversifizierung
Da momentan eine größere Nachfrage besteht, als es Angebote an Objekten, vor allen Dingen in 1a-Lagen, gibt, werden für die Anleger vermehrt Sekundärstandorte und Objekte in verschiedenen Planungsphasen interessant. Dies wiederum führt zu einer größeren Fächerung der Käuferstruktur und schlussendlich zu einem sehr variablen Markt.

Prognose 2008
2008 wird laut Meinung der Experten gekennzeichnet sein durch Einzeltransaktionen. Große Portfoliotransaktionen wie in 2006 (46 Prozent des Gesamtvolumens) wird es weniger geben, da durch die allgemeine Finanzkrise und die dadurch verschärften Kreditkonditionen die Fremdkapitalbeschaffung für Großprojekte erschwert ist. Das wiederum verschafft eigenkapitalkräftigen Investoren wie Immobilienfonds den Vorteil, in wettbewerbsfähigem Umfeld agieren zu können.


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1 Kommentar

  1. Der Hotelmarkt in Deutschland – Bilanz 2007 und Prognose 2008 sagt

    am 29. Januar 2008 @ 02:31

    […] und Beratung spezialisierte Unternehmen Jones Lang LaSalle analysiert u. a. auche den deutschen Hotelinvestmentmarkt und veröffentlichte aktuell die abschließende Bilanz 2007 sowie die Prognosen für […]

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