Das elektronische Grundbuch im Internet

Das elektronische Grundbuch kann in NRW via Internet eingesehen werden

Wollte man bisher Einsicht in das Grundbuch nehmen, war der Weg zum Grundbuchamt, welches meist beim örtlichen Amtsgericht angesiedelt ist, obligatorisch. Konnte man das Berechtigte Interesse an einer Einsichtnahme nachweisen, war diese Einsichtnahme oder die Beantragung gebührenpflichtger Abzüge kein Problem.

Das Justizportal des Landes Nordrhein – Westfalen ermöglicht nun die Einsicht in das Grundbuch via Internet. Hierzu ist lediglich ein internetfähiger PC und ein Internet-Browser (Internetexplorer oder Mozille Firefox etc. ) notwendig.


Es gibt zwei Zugangsformen das Uneingeschränkte Grundbuchabrufverfahren für Gerichte, Behörden, Notare und öffentlich bestellte Vermessungsingenieure und das Eingeschränkte Grundbuchabrufverfahren für sonstige Benutzer. Das erste Verfahren kann als Flatrate betrachtet werden, d.h. Einsichtnahmen sind jederzeit und ohne Nachweis des bereichtigten Interesses möglich. Das zweite Verfahren ist die Online-Abbildung des bisher bekannten Verfahrens, so dass jedesmal der Nachweis des bereichtigten Interesses erfolgen muss, um via Internet in das Grundbuch Einsicht nehmen zu können.

Der Zugang zum Eingeschränkten Grundbuchabrufverfahren lohnt sich allerdings nur für Viel-Abrufer, da eine Einrichtungsgebühr von 500,– EUR und eine monatliche Grundgebühr von 50,– EUR fällig wird. Jeder Grundbuchabruf kostet dann statt der üblichen 10,– EUR (beim Amt) nur 5,– EUR. Man muss demnach mehr als 20 bis 30 Abrufungen im Monat tätigen, dass sich die Investitionen ein schwarze Null erzeugen, lässt man mal die Fahrkosten und Wartezeiten zum und beim Grundbuchamt beiseite.


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