Campus Real Estate will bundesweit neue, bezahlbare Wohnkonzepte für Studenten schaffen

Studentenwohnungen im Wandel: Die Stuttgarter Campus Real Estate, die als Tochterunternehmen aus der Alta Fides AG, einem Unternehmen, das sich schwerpunktmäßig mit der Projektentwicklung und dem Handel von Wohnimmobilien beschäftigt, hervorgegangen ist, wird in Immobilien für Studenten investieren. Der Name Campus ist hier sozusagen Programm. In Erlangen ist bereits das erste Objekt in Bau, in den nächsten 5 Jahren sollen dann insgesamt. 12.500 Einzimmer-Apartments entstehen. Firmenintern spricht man, sollte das Konzept aufgehen, von bis zu 20.000 dieser Wohnungen in den kommenden 10 Jahren.


Die Campus Real Estate baut bei ihren Plänen auf die Prognosen für die Studentenlandschaft Deutschland. Hiernach soll sich die Zahl der Studierenden in den nächsten Jahren massiv erhöhen, nicht zuletzt durch die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre. Expertenschätzungen zufolge bewegt sich die Zahl der kommenden Studienanfänger um die 70.000, der Bedarf an Studentenwohnungen liegt bei 30.000. Hier setzt Campus nun den Hebel an. Das Unternehmen will in direkter Umgebung der Universitäten und Fachhochschulen auf Flächen ab 1.500 Quadratmetern bauen oder bereits vorhandene Gebäude wie z. B. alte Hotels, Kasernen etc. sanieren. Es sollen Wohnanlagen mit maximal sechs Geschossen entstehen, die bis zu 250 Apartments à 26 Quadratmeter Wohnfläche beherbergen. Die Wohnungen sind teilmöbliert geplant, Bett, Schrank, Schreibtisch, Küchenzeile und Dusche sind bereits in der Grundausstattung enthalten.

Auch den Vermietungspreis hat das Unternehmen bereits fixiert, er liebt bei rund 13 Euro pro Quadratmeter, was eine Warmmiete von rund 400 Euro pro Wohneinheit bedeutet. Und auch hier hat die Campus Real Estate wohl kalkuliert. Neuesten Erhebungen des Deutschen Studentenwerks zufolge haben 14 Prozent der 2 Millionen deutschen Studenten monatlich mehr als 1.000 Euro zur Verfügung, 4 Prozent sogar mehr als 1.300 Euro. Die Vermietung erfolgt semesterweise und auch um die Nachvermietung sowie Renovierung will sich Campus selber kümmern. Der studierende Mieter geht somit keinerlei Verpflichtungen ein und bleibt flexibel.

Auf lange Sicht will das Stuttgarter Unternehmen 70 Prozent der Bauten selber halten, hier wäre auch die Auflegung eines REITS denkbar, 30 Prozent sollen sukzessive veräußert werden, um weiter Projekte auf die Schiene bringen zu können.

Neben dem bereits angelaufenen Projekt in Erlangen befinden sich weitere Komplexe in Leipzig, Karlsruhe, Heidelberg und Stuttgart in der heißen Planungsphase. Dass momentan hauptsächlich Objekte im Süden verwirklicht werden, liegt laut Aussage der Geschäftsführung lediglich am süddeutschen Firmenstandort. Zukünftig seien auch Wohnanlagen in Norddeutschland, beispielsweise der Studentenhochburg Münster, denkbar.

Wenn diese neuen Wohnkonzepte, die neben dem Wohnnutzen auch noch mit attraktiven Freizeitangeboten wie geplanten Gemeinschaftseinrichtungen locken, kein Anreiz zum Studieren sind! Laut OECD hinkt Deutschland bei den Studentenzahlen noch hinterher, vielleicht nicht mehr lange…


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1 Kommentar

  1. Hermine Endt sagt

    am 16. November 2008 @ 12:13

    Bitte senden Sie ausführliches Informationsmaterial zu den geplanten bzw. im Bau befindlichen Studentenwohnungen in Erlangen zu.
    Ich freue mich auf Ihre Antwort.
    Mit freundlichem Gruß
    Hermine Endt

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