Bush will zahlungsschwachen amerikanischen Subprime-Kreditnehmern unter die Arme greifen

Eine Einschätzung der Notenbank hat dieser Tage den US-Präsidenten Bush auf den Plan gerufen. Die Notenbank verkündete Anfang der Woche, dass in den kommenden Monaten mit einer erneuten Verschärfung der Situation auf dem amerikanischen Immobilien- und Hypothekenmarkt zu rechnen sei.



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Das Expertenteam rechnet mit einer erhöhten Anzahl an Zwangsversteigerungen in den kommenden Monaten sowie mit einer weiteren finanziellen Gefährdung zahlreicher Hausbesitzer, die Notenbank spricht von 1,8 Millionen Haushalten. Diese könnten durch weitere voraus zu sehende Zinssteigerungen in ernsthafte Bedrängnis geraten.

Heute will sich Bush zum Thema äußern. Konkret möchte er denjenigen Hausbesitzern helfen, die zwar momentan noch ihre Zinsen tilgen können, die aber bei einer weiteren Zinssteigerung nicht mehr in der Lage wären, ihre Raten zu zahlen. Er spricht hier die so genannten Subprime-Kredite an, die verstärkt zwischen 2005 und 2007 vergeben wurden. Diese Subprime-Kredite haben zwar den Anreiz, dass die Anfangszinsen ausgesprochen attraktiv, da gering sind, zwischen Januar 2008 und Mitte 2010 dann jedoch überdurchschnittlich ansteigen. Viele Banken hatten die Kunden gerade mit den geringen Anfangsbelastungen dieser Kredite in den vergangenen Jahren ködern können.

Bush plant nun, die Zinserhöhung der Kredite, die eigentlich im Januar 2008 eintreten würde, für fünf Jahre einzufrieren, um die Situation auf dem Immobilien- und Kreditmarkt zu entspannen. Er würde damit mindestens 500.000 Hausbesitzern, die ihre Immobilien durch Subprime-Kredite finanzieren, erheblich entlasten.


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