Büronebenkosten sinken — ökologisches Bauen bietet weiteres Einsparungspotenzial

Büros in Deutschland zu unterhalten, ist insgesamt etwas preiswerter geworden. Die Nebenkosten gingen — so die Nebenkostenanalyse „Office Service Charge Analysis Report“ (OSCAR 2007) des Unternehmens Jones Lang Lasalle — um durchschnittlich 3% zurück. Klimatisierte Immobilien weisen dabei noch immer um ca. 13% höhere Nebenkosten auf als nicht klimatisierte Gebäude.


Büros in Frankfurt am Main gehören — auch was die Nebenkosten angeht — weiterhin zu den teuersten in Deutschland. Durchschnittlich 3,19€ (bei klimatisierten und nicht klimatisierten Gebäuden) betrugen hier pro Quadratmeter und Monat die durchschnittlichen Nebenkosten für Büroimmobilien. Insgesamt die geringsten Nebenkosten zahlte man im Kalenderjahr 2006 in Hamburg mit 2,82€ pro Quadratmeter und Monat. Betrachtet man die Entwicklung der Nebenkosten für Büroimmobilien über mehrere Jahre hinweg, so sanken sie sehr stark von 1996 bis zum Jahr 2001 und stiegen anschließend aufgrund wachsender Energie- und Versicherungskosten wieder an. Das Kostenniveau von 1996 erreichten die Nebenkosten dabei allerdings nicht.

Die einzelnen Kostenfaktoren beeinflussen die Nebenkosten unterschiedlich stark: Größter einzelner Kostenfaktor im Rahmen der Nebenkosten bleiben die öffentlichen Abgaben (15 bzw. 18% bei nicht klimatisierten und klimatisierten Immobilien). Die Höhe der Abgaben wird wohl auf Jahre hinaus größter Kostenfaktor bleiben und kann zudem von Immobilienbesitzern nicht beeinflusst werden. Die Gruppe der Dienstleistungskosten umfasst 53 bzw. 55% der Nebenkosten. Zu den aufgeführten Dienstleistungen gehören etwa Wartung, Bewachung und Reinigung eines Bürogebäudes. Mit 27 bzw. 28% nimmt auch die Energie- und Wasserversorgung relativ breiten Raum in der Nebenkostenrechnung ein. Hier können in Zukunft wahrscheinlich am ehesten Einsparpotenziale beim Neubau von Büroimmobilien genutzt werden. Beispiel dafür ist etwa das Bauprojekt ENERGYbase in Wien. Das so genannte Ökobürohaus soll 50% weniger Energie als herkömmliche Büroimmobilien verbrauchen. Realisiert wird es als Passivhaus: Passivhäuser besitzen eine optimale Wärmedämmung, Sonnenlicht, menschliche Wärme sowie die Wärme von Geräten tragen zum Heizen des Gebäudes bei, sodass eine klassische Heizungsanlage praktisch nicht mehr benötigt wird.


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