Bauen – und es geht doch!

eigenheim1.jpgEinige Tipps zur Finanzierung und zu Einsparmöglichkeiten beim Bau des Wunsch-Eigenheims. Die Zahl der Baugenehmigungen und Neubauten in Deutschland geht permanent zurück, eine Entwicklung, die die Immobilien- und Baubranche schon seit geraumer Zeit mit Besorgnis betrachtet.

Weit auseinander geht die Schere auch bei den Preisen für das selbst zu errichtende Eigenheim. Rund 100.000 Euro muss der Bürger in Ostdeutschland für ein einfaches Standard-Reihenhaus einkalkulieren, in den Spitzenlagen Süddeutschlands ist dagegen unter 500.000 Euro für die gleiche Kategorie Objekt nicht viel zu machen.

Erschwerend kommen noch die verschärften Kreditbedingungen der Geldgeber hinzu. In der Regel werden heutzutage zwischen 20 und 40 Prozent der Bausumme an verfügbarem Eigenkapital verlangt, um bessere Kreditkonditionen zu erhalten. So zahlen Kunden ohne Eigenkapital in der Regel 0,5 Prozent mehr an Zinsen. Das Eigenkapital sollte flexibel verfügbar sein, Lebensversicherungen und Bausparverträge sind laut Meinung vieler Bauexperten hier nicht die geeignete Anlageform. Erstere ist nicht jederzeit verfügbar und der Bausparvertrag dient hauptsächlich dazu, günstigere Kreditkonditionen zu erhalten, langfristig gute Zinserträge sind nicht zu erwarten. Als geeignete Anlage zum Eigenkapitalaufbau für die eigenen vier Wände werden heute Fondssparpläne, Sparkonten, Tagesgeldkonten und drei- bis sechsmonatige Festgeldanlagen gesehen, da sie zum einen eine flexible Handhabung, zum anderen konstante Zinserträge gewährleisten.

Geschenke für Frauen von Jochen SchweizerDass das Bauen nichtsdestotrotz eine erhebliche finanzielle Belastung darstellt, ist unumstritten, zumal staatliche Förderungen wie die Eigenheimzulage gestrichen wurden. Doch wenn man einige Punkte bei der Planung berücksichtigt, lässt sich auch heute noch der Traum vom eigenen Haus verwirklichen. Die Experten des VPB, (Verband Privater Bauherren) haben eine Checkliste mit den wichtigsten beim Bau zu berücksichtigen Aspekten und möglichem Einsparpotenzial erstellt:

Eingehende Beratung im Vorfeld

Nicht selten sind die Leistungsbeschreibungen der Bauträger für den Laien nicht verständlich und transparent genug und die Angebote somit schwer zu vergleichen. Kaum zu realisierende Zahlungspläne oder gar Baumängel durch für „Otto Normalverbraucher“ zunächst nicht erkennbare fehlende Leistungen können die Folge sein, die weitere Nachbesserungen und somit zusätzliche Kosten mit sich bringen. Hier empfiehlt es sich immer, im Vorfeld fachlich versierten Rat von Immobilienexperten in Anspruch zu nehmen, so dass Leistungslücken oder Mängel vorab erkannt werden können.

Bauliche Maßnahmen, die eine erhebliche Ersparnis bringen

Wer nicht unbedingt einen Keller braucht, kann die Haustechnik in einem Wirtschaftsraum unterbringen. Hierdurch werden bis zu 20 Prozent der Rohbaukosten eingespart. Weitere bauliche Maßnahmen, die den Preis für das Haus senken, sind Holztafelbauweise statt massiver Wände, auch innerhalb des Hauses leichte Trennwände, statt massiver oder beispielsweise ein Carport anstelle einer Garage.

Heute schon an später denken – auch beim Hausbau

Auf lange Sicht kann der zukünftige Hausbesitzer Geld sparen, indem er beim Bau des Hauses schon an das Alter denkt und vorausschauend plant, um spätere Umbauten zu vermeiden. So kann er beispielsweise ohne große Mehrkosten bereits bei der Errichtung des Eigenheims an stufenlose Eingänge, breite Türen oder große Bäder denken, um die Immobilie auch auf lange Sicht im Alter nutzen zu können.

Wer folglich bei der Finanzierungs- als auch Bauplanung einige wichtige Punkte berücksichtigt, dem dürfte der Schritt in die eigenen vier Wände nicht verwehrt bleiben. Bauen ist auch in Deutschland nach wie vor möglich und muss kein Traum bleiben!


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