Aus Büro wird Wohnung – Interessanter Ansatz zur weiteren Senkung der Leerstandsquote in Großstädten

Der Trend heute geht zum Wohnen in Innenstadtnähe. Schulen, Kindergärten, Einkaufszentren sind zumeist fußläufig zu erreichen, überhaupt können alle Bedürfnisse des täglichen Lebens in der City einfacher und schneller realisiert werden, als auf dem Land. Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und weiteren stadtnahen Wohnraum schaffen, indem leer stehende Büroimmobilien in Wohnimmobilien umgewandelt werden?


Wie immer gibt es zwei Seiten, die gegeneinander abgewogen werden müssen. Zunächst sind es laut aktuellen Studien hauptsächlich Büroflächen in unsanierten, stark renovierungsbedürftigen Komplexen, die leer stehen, während in gut ausgebauten und modernen Gebäuden die Leerstände sukzessive sinken. Dies bedeutet natürlich für den Investor erhebliche Kosten, die auf ihn zukämen, wenn er eine sanierungsbedürftige Büroimmobilie in ein schickes Wohnambiente verwandeln wollte. Auch müssen nicht unerhebliche bauliche Bestimmungen beachtet werden.

Zudem lassen sich durch Vermietungen im gewerblichen Bereich größere Renditen erzielen, als im privaten Wohnsektor. Und wer sich dazu entschieden hat, sein Bürogebäude in Wohnungen umzuwandeln, hat wohl eine Entscheidung für’s Leben getroffen, denn die Nutzung dann wieder umzukehren, schein in keinem Kostenverhältnis zu stehen.

Generell sollte vor der Entscheidung, wie die Immobilie in Zukunft genutzt werden soll, immer detailliert analysiert werden, ob der zukünftig zu erwartende „Cash-Flow“ durch die Mieteinnahmen den Aufwand, die Kosten und Investitionen lohnt. Aktuelle Beispiele wie z. B. ein Projekt in Dresden, bei dem ein Büroobjekt in eine Einrichtung für Senioren umgebaut wird, was im Vergleich zum Neubau eine erhebliche Kostenersparnis darstellt, sprechen dafür.


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