Altersgerechtes Bauen — Initiativen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Besondere Zielgruppen verlangen nach besonderen Immobilien. Eine dieser besonderen Zielgruppen ist die der älteren Menschen. Haltegriffe für die Badewanne, Treppenlifte, stufenlose Eingänge — all das macht eine Wohnung für Ältere in besonderem Maße geeignet. Um altersgerechtes Bauen zu fördern, hatte die Kreditanstalt für Wiederaufbau bereits im Jahr 2006 den KfW Award 2006 „Generation 50 plus — Neue Ideen für altersgerechtes Wohnen im Eigentum“ ausgeschrieben und plant für die Zukunft eine finanzielle Förderung des altersgerechten Bauens.


Private Wohnungseigentümer waren die Zielgruppe des KfW Awards 2006; sie sollten ihre realisierten Ideen vorstellen, mit denen die Idee vom altersgerechten Bauen umgesetzt wurde. Sieger des Wettbewerbs waren Margret und Hans Schönle aus Weikersheim. Ihr Haus mit vier Etagen im Kern der Stadt bietet Platz für einen Seniorentreff, einen Veranstaltungssaal, kleine Wohnungen, einen Innenhof und einen Buchladen. Senioren wird hier eine Existenz ermöglicht, die Kontakte schafft und sie nicht aus dem gesellschaftlichen Leben ausgrenzt. Die Teilnehmer am Wettbewerb nannten Ziele wie Barrierefreiheit des Wohnraums, den Einbau neuester Technik oder Wohnen auf einer Ebene für ihre Baumaßnahmen. Erreicht wurden diese Ziele etwa durch den Einbau bodengleicher Duschen und rutschfester Böden oder auch durch kleinere Maßnahmen wie die Installation einer Gegensprechanlage mit lauter Rufglocke.

Der KfW-Award 2006 soll keinesfalls Einzelaktion bleiben. Für die Zukunft sind Maßnahmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau geplant, mit denen altersgerechtes Wohnen gefördert werden soll. Bereits in naher Zukunft könnte ein Kriterienkatalog entstehen, der die Bedingungen für eine Förderung solcher Projekte regelt. Engagiert zeigen sich dabei neben der KfW das Bundesfamilien- und das Bundesfinanzministerium sowie die Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“, die von mehreren Kammern und Verbänden rund um die Bauwirtschaft ins Leben gerufen wurde. Durch die Förderung altersgerechten Bauens reagiert die Bundesrepublik Deutschland auf zu erwartende Änderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung. Nach Prognosen des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl der 60 Jahre alten Menschen im Jahr 2050 doppelt so hoch sein wie die Zahl der Neugeborenen.


www.baldur.de

2 Kommentare

  1. Nachfrage nach Pflegeimmobilien in Deutschland ungebrochen | Immobilienmarkt & Immobilienwert - Die Webressource für Immobilienprofis sagt

    am 30. Oktober 2007 @ 17:56

    […] in Deutschland weiterhin ein großer Bedarf an Pflegeimmobilien. Demnach sind allein in 2006 Pflegeimmobilien mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro gehandelt […]

  2. Gerhard Rafflenbeul sagt

    am 21. August 2009 @ 22:48

    Gibt es einen Zuschuß für das altersgerechte Umbauen eines Bades. Wenn ja, in welcher Höhe?

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