Alles gut… bis auf den Wohnungsbau!

wohnungsbau.jpgWohnungsbau liegt nicht unbedingt im Trend auf dem Immobilienmarkt Deutschland in letzter Zeit. Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB), beklagte bereits im September 2007, dass der private Wohnungsbau innerhalb des Jahres 2006 um 50% eingebrochen ist.

2007 war bei den Wohn – Immobilien keine Trendwende in Sicht. Und 2008?

Die Prognosen sind ungünstig: Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) geht von einem Umsatz fürs Baugewerbe von 23,4 Milliarden Euro durch den Bau von Wohn – Immobilien aus, was einen Umsatzrückgang von 9% bedeutet. Immobilien – Eigentum als finanzielle Absicherung fürs Alter und als Schutz vor Altersarmut und das Abrutschen in Hartz 4 mit Beginn der Rente? Dafür Bedingungen zu schaffen, forderte der ZDB in seiner Zeitschrift ZDB-Direkt vom Dezember 2007/Januar2008. Das Ziel scheint zurzeit weit entfernt!

Lands' End - Schuhe der ExtraklasseEin Grund für den Rückgang beim Bau für Wohn – Immobilien ist die Abschaffung der Eigenheimzulage seit dem Januar 2006. Die Maßnahme hatte großen Einfluss auf den Immobilienmarkt Deutschland im Bereich Wohnungsbau. Nehmen wir als Beispiel Baden Württemberg, wo nach Angaben des Statistischen Landesamtes 2007 11.100 Wohn – Immobilien weniger zum Bau freigegeben wurden als 2006. Über 60% des Rückgangs — so das Landesamt — gingen auf fehlende Bauanträge zurück. Der Wegfall der Förderung für privaten Immobilien – Bau durch die Eigenheimzulage kann für viele Bauwillige wohl auch nicht durch die etablierten günstigen Kreditmöglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau — KfW — ersetzt werden.

Aber nicht nur Rückgänge beim Bau privater Wohnimmobilien zum Eigenbedarf schwächen den Immobilienmarkt Deutschland in diesem Bereich. Auch der Bau von Mehrfamilienhäusern und damit von Mietwohnungen ist rückläufig, wenn auch weniger stark als im Bereich Einfamilienhäuser / Zweifamilienhäuser. Das Statistische Bundesamt schrieb in einer Pressemitteilung im November 2007 von einem Rückgang von 14,3% gegenüber dem Vorjahr.

Ein Ende des Trends ist noch nicht abzusehen. Dass der Umsatz im Baugewerbe des Jahres 2008 dennoch nur stagnieren wird, ist — so prognostiziert es Hartwig Loewenstein — dem Wirtschaftsbau sowie dem öffentlichen Bau zu verdanken, wo Zuwächse zu verzeichnen sein werden. Aber selbst in der besten Lagerhalle kann man schlecht wohnen. Vielleicht wird es Zeit, die Akzente im Immobilienmarkt Deutschland wieder ein klein wenig zu verschieben?


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