Ältere Immobilien zu unterhalten, wird teurer! Was kann man tun?

Wer über den Kauf älterer Immobilien nachdenkt, muss bei der Bewertung dieser Immobilien und bei der Entscheidung, ob er kauft oder nicht, zukünftig mit höheren Unterhaltskosten kalkulieren. Dieser Ansicht jedenfalls sind Nina Schrader und Kristina Menken in den „Real Estate News 4/2007“ des Deloitte Immobilienteams.


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Nach Angaben der beiden sachverständigen Autorinnen wird der finanzielle Aufwand für Instandsetzungs- und Instandhaltungsmaßnahmen von 13€ pro Quadratmeter und Jahr auf ca. 25€ ansteigen. Zugrunde gelegt wurde dabei ein „40 Jahre altes Gebäude bei idealtypischer Instandsetzung“. Solche Kosten sollte man als Besitzer oder potenzieller Besitzer älterer Bestandsimmobilien einkalkulieren und sich Strategien überlegen, sie — etwa durch die Inanspruchnahme von Fördermitteln — zu senken. Eine Möglichkeit dazu: den kostenlosen Energiecheck einzufordern, den 2008 verschiedene Bundesländer in Deutschland anbieten werden.

Nach Nina Schrader und Kristina Menken ist fast die Hälfte aller Immobilien in Deutschland mittlerweile in einem Alter von 30 bis zu 60 Jahren. Auch Immobilien sind nicht gefeit gegen den Zahn der Zeit, was den Sanierungsbedarf und die Kosten für die Instandhaltung im Lauf der Jahre erhöht. Um den Sanierungsbedarf zu berechnen — so die „Real Estate News 4/2007“ von Deloitte — und einzuschätzen, müssen sowohl Zustand und Alter des Gebäudes als auch die Lebensdauer einzelner Bestandteile berücksichtigt werden.

Um Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten zu reduzieren, lohnt sich allemal ein Blick auf Onlinedatenbanken wie Foederdata.de, in der verschiedenste Förderprogramme aufgelistet werden. Wer etwa bei der Sanierung der Fassade, des Dachs oder des Heizsystems auch den Energieverbrauch seiner Immobilie senken will oder muss, kann auf das Programm „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) setzen. Die Stiftung kooperiert bei diesem Programm mit dem Handwerk, das bisher als Test in zwei Handwerkskammer-Bezirken einen kostenlosen Energiecheck angeboten hat. Das Programm soll 2008 ausgeweitet werden und wird ab Mai 2008 in Niedersachsen, Bremen und Hamburg, ab Juni 2008 auch in Nordrhein-Westfalen angeboten. Immobilienbesitzern gibt das die Möglichkeit, Instandsetzungsmaßnahmen mit optimaler Energieeinsparung zu verbinden. Wäre doch gelacht, wenn man die 25€ pro Quadratmeter und Jahr nicht gesenkt bekäme.


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