44% minus — und kein Anlass zur Sorge!

cb-ffm.jpg44% ist viel! Vielleicht… erschreckend viel? Um 44% geringer als im Vorjahr 2007 soll das Gewerbe-Investmentvolumen in Deutschlands Hochburgen im Jahre 2008 werden. So jedenfalls prognostiziert es das Unternehmen Colliers Property Partners. Aber 2007 war auch ein besonders gutes Jahr.

In den deutschen Städten Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und München wurden 2007 30,2 Milliarden Euro investiert, damit Gewerbeimmobilien den Besitzer wechseln. Das entspricht dort einem um 40% höheren Investmentvolumen als 2006. Angesichts dieser Zahlen klingen jene 44% dann plötzlich schon mehr wie eine Rückkehr zu normaleren Verhältnissen.

Kommt die Rede auf den Gewerbeimmobilienmarkt im Deutschland des Jahres 2007, so vermelden auch die Experten von Jones Lang Lasalle Rekorde. „Rund 55 Milliarden Euro seien investiert worden“, berichteten sie Anfang Januar. In ganz Deutschland — so Jones Lang Lasalle — sei die für den Kauf von Gewerbeimmobilien investierte Summe damit um 11% gegenüber 2006 gestiegen. Zwei Großverkäufe mit Kaufpreisen von jeweils über einer Milliarde Euro, der des „Allianz Charlotte Portfolios“ und des „Daimler Chrysler Areals“, hätten auch im letzten Quartal des Jahres zu insgesamt hohen Investitionssummen geführt und das trotz der Subprime-Krise, die das Investitionsklima weltweit eher verschlechterte.



artelight.de - Design LeuchtenDas so etwas nicht endlos weitergehen kann, scheint klar zu sein. Das Unternehmen „Colliers Property Partners“ rechnet in den von ihm untersuchten Gebieten, den oben genannten deutschen Hochburgen, im Jahr 2008 mit einem Transaktionsvolumen bei Gewerbeimmobilien von ca. 18 Milliarden Euro. Das sind besagte 44% weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig betonte das Unternehmen, dass das Volumen im Jahr 2008 damit noch über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Uns es prognostizierte angesichts des begonnenen Jahres 2008 einige Trends, etwa einen Anstieg des Anteils deutscher Investoren auf Deutschlands Gewerbeimmobilienmarkt. Und die Dominanz von Portfolio-Transaktionen, also des Verkaufs gleich mehrerer Immobilien, die Jones Lang Lasalle für 2007 gesehen hat, wird sich nach Angaben von Colliers Property Partners 2008 nicht wiederholen. Stattdessen werden wieder mehr Einzeltransaktionen gefragt sein.


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